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so ein kleiner Gruß für die große Pause darf es dann aber doch mal sein.

Nie, nie, nie

soll man auf den Wetterbericht hören, sprach der Freund als wir statt in Sturm und Schneegestöber den Kindern hoch und heilig zu versichern, dass es doch gar nicht mehr weit sei, bei schönstem Sonnenschein ins Gegenlicht blinzelnd auf selbige warteten, weil sie mal eben schnell noch einen Zusatzkringel um die verschneiten Bäume drehen mussten. An der Runde um Pöbelknochen und Wolfshügel hatten dann auch alle viel Spaß. Wieder in Dresden reichte die Zeit noch zum Kuchen backen und Kuchen essen und am Abend für indische Leckereien, während es draußen goss.

Toller Sonntag, der ein Wochenende, dass mit dem Dresdner Nähbloggercafe am Freitag Abend gut begann ( Das kleine Fräulein Sonne: „Klar bleib ich so lange alleine zu Hause Mama“ – hatte vorsichtshalber inzwischen alle Lichter in der Wohnung angeknipst.) und mit einer Erwachsenenskirunde bei Wind uns Schneegestöber zur Wittichbaude ( origineller Kellner – Zeit und Humor mitbringen) gut weiter ging, so richtig rund machte.

So, und jetzt könnte in Dresden bitte mal wieder die Sonne scheinen und im Erzgebirge der Schnee noch ‘ne Weile liegen bleiben.

Januar

Der Januar sieht mich immer noch eher strickend an der Heizung , denn nähend hinter dem Maschinchen hocken. Die feinen Lace Fäden wurden von dicker Islandwolle abgelöst, die zu einem neuen Lieblingspulli fürs Fräulein Sonne verstrickt wird.

Die 6er Nadeln liegen schon ein wenig über meiner Wohlfühlnadelstärke, weshalb alternativ noch ein Gestrick aus Baumwolle zur Verfügung steht.

Ja und die Nähecke? Trübes Wetter macht die Zimmerecke, in der mein Maschinchen steht noch dunkler und außerdem hat irgend jemand festgelegt, dass der Stapel mit den unfertigen und kaputten Sachen erst deutlich kleiner werden soll, bevor Malou was Neues anfangen darf. Diese Ungerechtigkeit schreit natürlich nach Alternativbeschäftigung – fotografieren zum Beispiel. Wo heute endlich mal wieder die Sonne scheint. Wolle, Gestricksel, die Reste auf dem Küchentisch…

…und, das vespätete Weihnachtsgeschenk aus Japan, welches sehr dazu angetan ist, die guten Vorsätze über den Haufen zu werfen…

Fledermaustuch

in den Farben eines winterlichen Tagesanbruchs. Durch dichten Nebel kämpfen sich rosa Sonnenstrahlen, darüber wird der Himmel schon blau.

Das ist ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Zu meiner Entschuldigung muss ich aber sagen, dass des Großmütterchens Wunsch erst am zweiten Advent entstand, als ich mit Kaspers Frau zu Besuch war. Bei der Suche nach ganz weicher, leichter Wolle stieß ich (bzw. stieß mich die Inhaberin) bei Strick und Faden auf Rowan Fine Lace.

Zweier Nadeln waren gerade noch vertretbar , was am Ende zu einer Maschenzahl von deutlich über 600 Maschen pro Reihe und damit zu einer etwas längeren Strickzeit führte.

80 g Rowan Fine Lace (Babyalpaca/Merino), Muster frei nach "Daybreak"

immer noch nicht, sondern blümeln selbst auf unserem Nordwandbalkon munter vor sich hin. Wie sollen sie auch merken, dass Winter ist.

Den Weihnachtskleid-Sew-Along verfolgte ich ja mit großem Vergnügen, doch mitmachen? ich? Wo mich doch, sobald ein Termin drückt, die Lust verlässt?

Bis zum Panik Montag war also nichts dergleichen vorgesehen. Am Mittwoch aber, es stellte sich immer noch kein Weihnachtsstress ein und das Kindelein war bereits zu den Großeltern abgereist, fiel mir beim Aufräumen des Bastel- und Studierstübchens das da

und damit eine meiner schon lange harrende Herausforderung in die Hände. Ein Schnittmuster aus der Sybille – erinnert in seiner Postkartengröße entfernt an die Lutterloherei. Hier wird aber nicht gemessen, sondern gezählt, Kästchen nämlich. Selbige werden gedanklich auf 10 cm skaliert um dann aus vielen Punkten einen Schnitt zu kreieren.

Das ging erstaunlich schnell, ergab aber nicht die , laut Erinnerung notwendige m72, sondern eine m82.

Also ergehe ich mich in wildem Kreuz- und Quergemesse und beschließe am Ende ringsum einen Zentimeter wegzulassen, d. h. die Nahtzugabe einzusparen. Nix für ernsthafte Schneiderlein, aber für tapfere (unbekümmerte, blauäugige).

Das ist auch deshalb nötig, weil der Stoff den ich verwenden möchte, zwar ausreichend breit liegt, allerdings nur 1,2 statt der geforderten 3m lang ist. So ist das halt mit Schnäppchen, man muss Kompromisse schließen.

Längeres Drehen und Wenden der Schnittteile führt zum Beschluss Rock und Ärmel um ca. 10 cm, das ist etwas mehr als nötig, zu kürzen und damit zur Lösung.

Beherzt zugeschnitten und genäht und - voilà – da ist es, mein WeihnachtsWickelWinterkleid.  Passt prima, ist sehr gemütlich, hat Taschen und nur ein einziges, dafür aber entscheidendes Manko – es ist für Weihnachten definitiv zu grau. Deshalb erst heute, am Me Made Mittwoch getragen. Danach wird dann entschieden, ob es so bleibt oder ob ich einen Färbeversuch wage. Rot oder Grün könnte ich mir vorstellen.

Perfekt ist das ganze natürlich nicht. Ein kleiner Denkfehler beim Verkleinern machte einen Einsatz unterm Kragen nötig. Der Bund ist im falschen Fadenlauf zugeschnitten und hat innen den Charme einer Patchworkdecke. Doch was schert das einen großen Geist…

Zum Schnitt: Bei dieser großzügigen Schnittführung ist das Vergrößern des Schnittes kein Problem. Die Anleitung ist recht knapp gehalten. Ein Beispiel: „Flügeltaschen in Rockteile einarbeiten“ beinhaltet sowohl den Zuschnitt, als auch das Nähen aller benötigten Taschenteile. Das sollte man also schon mal gemacht haben oder ein gutes Ratgeberlein besitzen. Der Schnitt stammt aus der Sybille vom Juni 1980.

Im Vergleich zum Vorjahr mehr genäht, kaum gefilzt, kontinuierlich gestrickt. Ein klein wenig gesponnen und gefärbt habe ich auch noch.

genäht:

2011

2010

gestrickt:

2011

2010

gefilzt:

2011

2010

Poi

wünschte sich das kleine Fräulein Sonne zu Weihnachten. Kann doch nicht so schwer sein, dachte sich die Mama, nachdem sie sich im Netz ein wenig umgeschaut hatte und filzte kurzerhand welche. Mangels passender Schnüre wurde mit Geschenkband improvisiert. Das funktioniert aber ganz gut. Mal sehen wann die junge Dame uns mit der ersten Show beglücken kann. Momentan knallen die Dinger noch recht unkoordiniert durch die Gegend und ich bin froh, dass die weichen Filzbälle keine allzu großen Schäden anrichten.

angestrickt

zarte Farben, feine Fäden, edles Material …

… ab Weihnachten, das kleine Fräulein Sonne bei Bauch-, Heim- und anderen Wehwehchen und kann dank Kirschkernfüllung auch einfach nur Füße und Seele wärmen.

Schablone von dieser Seite, hier schon mal für Filz benutzt.

Fiderallala…

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