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Ihr seid die ganze nächste Woche herzlich eingeladen eure Frühlingsjäckchen in spe auf dem MMM-Blog vorzustellen. Bei mir sind Wolle und Idee ausgewählt und ein bisschen angestrickt habe ich auch schon.

Mein Plan war letzte Woche schon klar und ich bin auch dabei geblieben. Nachdem ich in den letzten Jahren kunterbunte Frühlingsjäckchen strickte, möchte ich mich in diesem Jahr auf eine Farbe beschränken und das ist, ich bin ja so berechenbar, ein hübsches, frühlingshaftes Lieblingsgrün. Die Wolle liegt schon länger hier, die Banderolen fehlen, es ist aber mit ziemlicher Sicherheit Drops Lima. Mein Jäckchen wird ein Pulli, im wesentlichen glatt rechts gestrickt, eher kurz, mit Dreiviertelärmeln und einem interessanten Ausschnitt. So ungefähr: Ich hoffe, dass er in dieser Form zu Hosen und Röcken passt. Ich stricke ohne Anleitung. Einen ähnlichen Pullover, allerdings kurzärmelig, aus viel dickerer Wolle und mit englischer Anleitung gibt es hier. Genug Gründe selbst über die Konstruktion nachzudenken. Ich stricke von oben beginnend und am Stück. Da kommt der komplizierte Teil gleich am Anfang, bevor es dann Runde um Runde dem Ziel entgegen geht. Die Passe werde ich nach der Contiguous Methode stricken, die ein wenig abgewandelt werden muss, damit der Ausschnitt entsteht. Zur Taille hin soll der Pullover etwas schmaler werden und als Abschluss ein schönes breites Bündchen bekommen. Weil ich Drops Lima schon öfter verstrickt habe, habe ich keine Maschenprobe gemacht, sondern einfach an einem älteren Pulli nachgezählt. Natürlich habe ich schon angeschlagen. Der Bereich um den Ausschnitt sieht mittlerweile so aus und entspricht damit meinen Vorstellungen ziemlich genau.

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Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne sind heute Thema beim Frühlingsjäckchenknitalong, zu dem heute Sylvia begrüßt.Es geht also um die Ideensammlung.

Mit dem Sammeln ist das ja so eine Sache. Es gibt den Sammler, der sein Vergnügen darin findet, nutzlose, mehr oder weniger hübsche, sortier-, klassifizier- und katalogisierbare Dinge anzuhäufen. Es gibt natürlich auch den Sammler, der sein Geld irgendwo unterbringen muss und deshalb teure Dinge sammelt, deren Wert für ihn der Wert ist. Ich sammle nichts, trotzdem sammelt sich hier so allerlei an. Neben Stoffen, Wolle, Büchern, Schnitt- und Strickmustern betrifft das vor allem Ideen. Die stapeln sich gefühlt bis dicht unter die Decke. Manche verstecken sich als Post Its in Büchern und Heften, die allermeisten flattern als Kritzeleien auf Briefumschlägen, Kassenzetteln und ähnlich ungeeignetem Papier durch die Wohnung und finden mit Glück den Weg in eines meiner Heftchen für alles … Sie da wiederzufinden ist oft gar nicht so einfach. Immer wenn ich motiviert bin, mal ein bisschen Ordnung ins kreative Chaos zu bringen, erstelle ich eine „muss ich demnächst mal stricken (nähen)“ Liste, die aufgrund ihrer Länge natürlich Makulatur ist. Sollte die Motivation nicht von der nächsten Idee überrannt werden, entsteht manchmal noch eine „muss ich jetzt gleich anschlagen“ Liste, die dann schon überschaubarer wird. Eine dieser aktuellen Shortlist-Ideen passt hervorragend zu Dicke und Menge der Frühlingsjäckchenwolle in meinem Vorrat, so dass ich tatsächlich mit nur einer Idee antrete und das sich nicht entscheiden können in diesem Jahr euch überlasse. Bis dahin lasse ich euch noch einen Rückblick auf meine Frühlingsjäckchen der letzten Jahre da, da habe ich mittlerweile eine schöne, bunte Sammlung.Meine Idee steht also schon fest und wird erst nächste Woche verraten – aber ich hätte da noch was zum gucken für euch: knitted camouflage. Ein Jäckchen, in dem man an seinem Lieblingsplatz einfach verschwinden kann, hätte doch auch was.

 

Januarschnipsel

Neujahrsspaziergang bei bestem Frühlingswetter und toller Fernsicht über großen und kleinen Bärenstein, Somsdorfer Klamm zwischen Freital und Tharandt, der Beschreibung nach ein echtes alpines Abenteuer, wenn es nicht so kalt gewesen wäre, durchaus auch in Sandalen machbar … Trotzdem sehr hübsch und ganz nah an Dresden.Das erste Mal im Straßencafé gesessen und dann an der Elbe entlang zurückspaziert.  Auf einsamen Pfaden durch großen und kleinen Zschand gewandert und auf das hintere Raubschloss gestiegen. Ein Ästchen mit Haareis am Wegesrand. Endlich Schnee, wenn auch nur ein bisschen: Zu Fuß von Altenberg über Geisingberg und Sachsenhöhe nach Bärenstein, und per Ski von Zinnwald zum Mückentürmchen und zurück bei allerherrlichstem Wetter und mit feinem Birkensitzplatz. Elbsandsteinblick und Frühlingsboten am Lockwitzgrund. Das ist zwar auch in Dresden, aber da war ich noch nie.    Naturdonnerstag

 

Normalerweise bin ich beim Nähen keine Wiederholungstäterin, einzige Ausnahme sind Shirts. Unser Standard ist da ein Ottobreschnitt, der einfach gut passt. Als im Herbst die T-Shirt-Lücke,  gefüllt werden musste, war dann doch Zeit,  mal was Neues zu probieren. Schon im Frühjahr hatte ich mir das Buch „Jersey Shirts“ von Stefanie Brugger gekauft, bin ich doch ein großer Fan von Baukastenschnitten. Der erste Test mit einem Hemdchen sah vielversprechend aus. Jetzt probierte ich noch zwei weitere Varianten mit verschiedenen Ausschnitten und Ärmeln. Die Shirts sitzen etwas lockerer, was mir gut gefällt. Auch die recht starke Taillierung kommt mir sehr entgegen. Den Ausschnitt müsste ich bei Varianten mit Beleg noch etwas verschmälern, wenn ein Bündchen dran ist, passt das Original. Für mich ist das Buch eine tolle Ergänzung im Schnittmusterfundus. Einfache Shirts mit feinen Details – heute mit Pünktchen und zu einer wiederentdeckten Hose. Die habe ich schon vor längerer Zeit genäht, vermisste dann Taschen, weshalb sie auf den Änderungsstapel wanderte. Allerdings ist mir keine vernünftige Idee gekommen, wie ich Taschen, die weder nach Kinderhose aussehen, noch am schmalen Hüftbereich aufklaffen, ergänzen könnte. Jetzt hatte ich sie schon ein paar Mal an, mag sie sehr und finde die fehlenden Taschen gar nicht mehr so schlimm. Obendrüber noch eines meiner Strickjäckchen und Karens schöne, grüne Perlen um den Hals komme ich sicher gut durch den Tag.

Schnitte: Shirts „Algiers“ und und „Rügen“ mit gekräuselter Armkugel aus „Jersey Tops und Shirts“, Hose 2 aus „Simple Chic“, Strickmuster der Jacke von Stoff und Stil

MMM

FJKA 2018

CB61801E-A663-4AEF-B16C-B4E7A10A3301Heute gibt es im MeMadeMittwoch Blog die Ankündigung des Frülingsjäckchenknitalongs. Ich gehe dann mal die Stricknadeln wetzen, denn ich darf mit Sylvia den Taktstock schwingen. Am nächsten Sonntag wird angestrickt.

Sampler Quilt 2017

Die einzelnen Blöcke des 6 Köpfe 12 Blöcke Quilts habe ich im Laufe des letzten Jahres hier alle schon gezeigt, aber einzelne Blöcke sind nun mal noch kein Quilt. Planen, Zusammensetzen, Quilten und Binding annähen hat in Summe sicher noch mal die gleiche Zeit benötigt, wie das Erstellen der einzelnen Blöcke. Für so einen Sampler bietet sich ein klassisches Design an, schön, aber auch ein bisschen langweilig.  Allerdings hatte ich dreizehn, statt der ursprünglich geplanten 12 Blöcke, die ich alle unterbringen wollte. Nach etwas Probiererei entstand eine erste Idee. Dieser Quilt wäre sehr groß und ziemlich unruhig geworden, außerdem hätte ich dann für die Rückseite noch einen extra Stoff gebraucht. Die Idee Flying Geese Blöcke aus den Resten zu ergänzen, gefiel mir nach wie vor gut. Die Lösung war dann, die Blöcke gerade zu rücken und in der entstehenden Lücke noch ein Plätzchen für den ersten, in meinen Augen mißglückten, Dresden Plate zu reservieren. So ein bisschen Lokalpatriotismuas schadet ja nicht. Einige Akzente ergänzte ich in grün. Die Rückseite wurde aus den Resten der Vorderseitenstoffe gestückelt und ist ein klein wenig schief. Gequiltet habe ich mit der Nähmaschine und alle hochfliegenden Pläne von vornherein ad acta gelegt, weil mein einfaches Maschinchen mit solchen Aufgaben regelmäßig überfordert ist. Die Decke ist also nur im Sashing und teilweise im Nahtschatten der Blöcke gequiltet. Das Binding habe ich auch aus Resten zusammengesetzt und klassisch von Hand befestigt. Auf der Oberseite setzt es nur schmale Akzente, während es auf der Rückseite etwas breiter ist.Fertig ist die Decke schon eine Weile, wandert vom Thron der Prinzessin über meinen Schaukelstuhl zur Couch und macht sich überall gut. Nur an Licht für erkennbare Fotos mangelte es bisher. Der Quilt Along hat mir viel Spaß gemacht, ich habe eine Menge gelernt und jetzt ganz große Lust auf noch mehr Patchwork. Allerdings dann eher nach eigenen Ideen, an denen es mir ja sowieso nie mangelt. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatorinnen für die ausführlichen Tutorials. Rums

Das sind die Handschuhe, die ich beim Skifahren, beim Radfahren, beim Wandern am allerliebsten trage , weil sie warm und kuschelig und praktisch sind. Finger und Klappe ermöglichen fotografieren, Nase putzen und Temperaturanpassung ohne große Räumerei und Wolle finde ich für Aktivitäten, bei denen man ständig in Bewegung ist ideal. Leider gingen sie langsam dahin. Wann ich das erste Löchlein gestopft habe, weiß ich nicht, es ist schon einige Jahre her. Damals hatte ich noch einen Rest der Originalwolle und stopfte ordentlich im Maschenstich, so dass die Reparatur nicht auffiel. Irgendwann hatte ich nur noch eine ähnliche Farbe und zuletzt wurden die Löcher so groß und entstanden so schnell, dass unterwegs schon mal ein Stück Sockenwolle zur Rettung des Zusammenhalts herhalten musste. Ich stopfte tapfer vor und nach jedem Ausflug, bis der Mann irgendwann mal fragte, „Warum strickste dir eigentlich keine neuen?“ Ja, warum eigentlich nicht? Eine Tüte mit Lettlopi wusste ich in den Vorräten. Allerdings stellte sich heraus, dass keine der Farben für ein komplettes Paar Handschuhe reichen würde. Ich kombinierte verschiedene Grauschattierungen mit rot und weiß. Als Anleitung genügten die alten Handschuhe und eine Handschuhtabelle, die Farbverteilung legte ich spontan nach Größe der Reste fest. So entstanden beide Handschuhe parallel. Das Bündchen wurde ein wenig länger als das alte und startet mit einem kleinen Saum, anstelle der Rippen. Den Übergang von dunkelgrau zu geringelt schmückt eine kleine Zackenreihe, weil’s hübscher ist. Am Ende gab es natürlich viele Fäden zu verstechen, aber jetzt sind sie fertig, die „Neuen“ und ich hoffe, dass sie mich genau so lange begleiten werden, wie ihre Vorgänger. Wann genau die entstanden sind, kann ich gar nicht mehr sagen, aber im Dezember 2006 hatte ich sie schon und das ist doch ganz ordentlich. Aus den letzten Restchen strickte ich gestern noch eine kleine Mütze nach dieser Anleitung. Die passt hoffentlich in die Jackentasche und unter den Fahrradhelm, was mit meinen anderen Mützen immer schwierig ist. Ein paar Fädchen für Reperaturen sind jetzt noch übrig.

RUMS