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Kreative Auszeit

Eigentlich war ich nur mal wieder bei einem Filzkurs . . ..

Stimmt auch und doch nicht ganz, denn Janas Kurse sind so viel mehr. Schon im vorletzten Januar war ich begeistert vom Zauber des Häuschens. Natürlich geht es um ein Filzstück, um Techniken, Farben und Formen. Doch beim gemeinsamen Tun werden so viele andere Facetten aufgegriffen, entstehen Gespräche über alles und nichts, über Ernstes und Banales, wird aus einer Gruppe Fremder eine Runde die lachend um den großen Tisch sitzt und zum Abschied noch auf dem Hof steht, schwatzt und die Zeit vergisst.Verwandler und Tischsets standen auf dem Programm. Der Kurs war eigentlich schon lange ausgebucht. Irgendwann schaute ich doch noch mal in den Plan und fand einen freigewordenen Platz. Ohne wirklich darüber nachzudenken, buchte ich ihn. Die Ideen sprudelten sofort und eines der immer auf meinem Tisch liegenden Blätter füllte sich mit Kritzeleien. Nordwestmecklenburg liegt nicht gerade um die Ecke und da ich vorher noch ein paar Tage Zeit hatte, beschloss ich via Elberadweg mit dem Fahrrad anzureisen. Mir fiel der Einstieg dieses Mal schwer, ich war müde und nicht so recht bei der Sache. Doch im Laufe des Tages fand ich meinen Rhythmus und konnte meine Vorstellung auch ziemlich gut umsetzen. So große Formate sind für mich eine echte Herausforderung. Als alle anderen schon am Filzen waren, legte ich noch aus. Meist finde ich schnell ein Grundgerüst, die Spielerei braucht dann aber ihre Zeit. Hier was weg und da noch was hin oder alles weg und doch ganz anders (und ich glaube damit hätte ich noch eine ganze Weile zubringen können).Zwischendrin radelte ich zu meinem schönen Quartier, traf unterwegs Kraniche, Reh und Hase und freute mich über den Blumenstrauß, der mich in meinem Zimmer begrüßte und den morgendlichen Blick übers weite Land. Am Sonntag kam ich dann richtig in den Fluss, konnte mich endlich entscheiden, brachte ein bisschen Schnick und Schnack an, filzte, filzte, filzte, bekam noch kräftige Unterstützung beim Walken und ein Taxi zum Bahnhof. Kurz vor Mitternacht war ich schließlich zu Hause. Im Gepäck meinen neuen Verwandler und ein Stück duftende Reiseseife von Kerstin.

Creadienstag

Berchtesgadener Alpen

Während Mann und Kind Urlaub 9000 km weit weg machen, wollte ich nicht zu Hause sitzen und Däumchen drehen. Ich habe ja nun endlich mal Zeit, das zu tun, wozu die beiden immer nicht so die rechte Lust haben. Also eine Hüttentour durch die Alpen. Nun sind erstens Sommerferien und zweitens nur wenige Gebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln wirklich gut zu erreichen. Die Gegenden die übrig blieben, waren dann auch die, die wirklich jeder kennt. Ich entschied mich für Berchtesgaden, wo ich vor 20 Jahren schon mal drei Tage in Dauerregen und Nebel verbracht und keinen einzigen Berg gesehen hatte.

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Es hätte eine schöne Runde gegeben, allerdings war ein Großteil der Hütten schon sehr gut ausgebucht und die Wettervorhersage versprach täglich Gewitter. Mit 200 Leuten eine Hütte zu teilen, entspricht nicht so ganz meinem Traum von Hüttenromantik und im Gewitter auf Graten rumsteigen ist auch keine besonders gute Idee. Ich buchte mir kurzerhand ein Zimmer im Tal und marschierte nun jeden Tag von unten los. Da kommt man zwar nicht bis auf die Gipfel, aber immerhin auf aussichtsreiche Almhöhen. Der erste Tag versprach das beste Wetter und so reizte ich ihn mit einer 11stündigen Tour ordentlich aus. Sobald man den Königssee hinter sich lässt und von den breiten Kieswegen auf die Bergpfade wechselt, ist man mit sich, der Idylle und den Leuten, die sie schätzen können, allein.

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Ich freute mich über Fernblicke und Tiefblicke über Pflänzchen und Getier (ein Murmeltier und eine Gämse – immerhin). An den nächsten Tagen gab es kürzere Touren und irgendwann gaben meine (vor einem halben Jahr frisch besohlten) Schuhe den Geist auf. Da zeigt sich dann der Vorteil einer Touristenhochburg, denn neue Schuhe aller Preislagen sind dort kein Problem.

Auf dem Rückweg machte ich noch einen Zwischenstopp in Salzburg – sehr hübsch und sehr überlaufen und werde jetzt mal schauen, ob die Vögel noch ein paar Johannisbeeren im Garten hängen gelassen haben.

Leider nur Handybilder, da die Familienkamera mit unterwegs ist.

Naturdonnerstag

Urlaubsgarderobe

Im Kleiderschrank des Fräuleins taten sich kurz vor dem Urlaub erhebliche Lücken auf, so dass ich doch noch mal ein paar Stunden schnöde Basisteile nähte. Gebraucht wurden Wanderhosen, Flatterhosen, kurze Hosen – leicht, rucksacktauglich, praktisch und unkompliziert. Dazu passende Shirts. Ein, nach dieser Anleitung selbstgezeichnetes Blüschen und ein Anneshirt, für das auch schmale Stoffstücke reichen. In diesem Fall habe ich aus den 50 cm Querstreifen ein längsgestreiftes Shirt genäht, was dank des bielastischen Materials problemlos funktionierte. Den Ausschnitt habe ich, wie immer, verkleinert.Für die Hosen kamen bewährte Schnitte zum Einsatz – links Burda 5/2011 (und damit quasi eine Neuauflage der durchgewanderten Hose), rechts 3x der gleiche japanische Schnitt (Yoshiko Tsukiori, „Stylish Dress Book“, Modell K), den wir schon in verschiedenen Ausführungen tragen. Die dunkelgrünen Hosen sind aus einem BW-Synthetik-Gemisch von Extremtestil. Sehr leicht, robust und schnelltrocknend. Die kurze Hose aus BW-Fahnentuch und die bunte aus Polyirgendwas. Da fand ich das Muster so hübsch.Bei allen Modellen habe ich die Taschen ergänzt oder verändert.  Creadienstag

Malou Sweater

Als Claudia zum Teststrick für diesen Pulli rief, musste ich natürlich hier schreien und hatte gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich wusste, dass ich nie und nimmer in vier Wochen einen Pullover stricken würde. Aber der Name und die Islandpulliliebe ließen keine andere Entscheidung zu. Immerhin war er zur Veröffentlichung des Strickmusters so weit gediehen, dass ich Angaben zur Passform machen konnte. Die Ärmel zogen sich und die steigenden Außentemperaturen motivierten nicht zum weiterstricken. Allerdings war der Pullover fürs Fräulein gedacht, die gerade ziemlich weit weg fährt und unbedingt was zum Kuscheln mitbekommen sollte. Also strickte ich in den letzten Tagen trotz der großen Hitze tapfer lange, warme Ärmel. Der Pulli wird von oben gestrickt, hat eine Rundpasse und kommt mit nur drei Farben aus. Das kleine, sparsame Muster gefällt mir gut. Meine Maschenprobe variiert um eine Masche, der Pulli ist also ein klitzekleines bisschen größer als die Anleitung vorgibt. Da das Fräulein genau zwischen den beiden kleinsten Größen liegt, passt das wunderbar. Anders als in der Anleitung sind die Bündchen 2re2li statt 1re1li gestrickt, weil ich nicht genau gelesen habe. Am Halsausschnitt habe ich zusätzlich noch ein paar Maschen abgenommen, denn das Kind hat wirklich sehr schmale Schultern, so dass der weitere Ausschnitt sicher gerutscht wäre.

Pfingstpaddelei

auf Spree und Dahme, mit einem ziemlich verregneten Sonntag und einer ausgiebigen Libellenjagd per Kamera. Am Ufer blühende Schönheiten, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Dazwischen jede Menge Libellen. Ich wollte unbedingt die blauen Prachtlibellen im Flug erwischen. Bei der Geschwindigkeit der Tierchen und aus dem schwankenden Boot heraus ist das natürlich aussichtslos.

Naturdonnerstag

ins Böhmische mal wieder. Das ist für einen Wochenendausflug zu weit, für ein verlängertes Wochenende aber gerade richtig. Ein Zeltplatz  am See, blühende, summende Wiesen, Felsen mit Einblicken und Aussichten. Das alles unter blauestem Sommerhimmel und mit einem Lagerfeueram Abend. Genug, um mal kurz die Seele baumeln zu lassen.

Natur-Donnerstag am Freitag

Hülle fürs Phönchen

… bisher kam ich ja ganz gut ohne aus, also ohne Hülle und ohne Phönchen. Wenn letzteres dann aber quasi vom Himmel fällt, sehe ich mich durchaus genötigt ihm ein Mäntelchen zu filzen. Pünktchen gehen ja immer und violett war die Farbe, die noch in ausreichender Menge in der Wollkiste lag.

RUMS