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Brot und Butter …

dsc04749Shirts fürs Fräulein – unser Ottobre-Standardschnitt und Stoffe aus dem Schrank.

Jahresquilt

Selbstauferlegte kollektive kreative Verpflichtungen, neudeutsch Sew Alongs bremsen meine Motivation erfahrungsgemäß eher aus. Logische Konsequenz ist, dass ich anderen sehr gern dabei zuschaue, aber möglichst nicht selbst mitmache. Nun gibt es diese Aktion. Schon ganz lange möchte ich einen Sampler Quilt nähen und nun hat mir sogar jemand die Qual der Wahl abgenommen und feine, kleine Anleitungen für jeden Block erstellt … was soll da noch schief gehen? Ein Blöckchen pro Monat ist ja nun wirklich keine Verpflichtung. Einzig die Faulheit die Restekisten ganz oben vom Schrank zu angeln und durchzusehen hielt mich noch vom Mitmachen ab. Denn so sehr mir die frischen, modernen Quilts aus aufeinander abgestimmten Stoffen gefallen, so sehr gehören Patchwork und Resteverwertung für mich zusammen. dsc05174Beim Sichten potentieller Kleiderstoffe fürs Teenietöchterchen fand ich zwei gut abgelagerte Stöffchen, die ich ursprünglich mal für süße Kleidchen gekauft hatte. Süße Kleidchen mochte die Zipfelkapuzenprinzessin nicht und so blieben sie liegen. Die Farbe ist auch nicht ganz unsere, die feste Qualität aber durchaus patchworktauglich. Das wäre also die Gelegenheit diese Quasireste zu verarbeiten. Die Menge sollte ganz knapp reichen, wenn ich nicht irgendwo mal gravierende Fehler einbaue (was ich ganz sicher mache und dann muss ich mir was einfallen lassen). Ich habe also die ersten beiden Blöcke zugeschnitten und genäht und wieder einmal festgestellt, dass ich akkurat einfach nicht kann. Ich behaupte mal, dass das charmant ist , denn Material für Korrekturen ist nicht da. Für den nächsten Block bekommt der Rollschneider eine frische Klinge und dann wird alles gut …

Rolling Stone (Januar) und Churn Dash (Februar)

MMM – Pulli Leval

dsc05170Hier ist ja immer noch Winter und eigentlich ist es für meinen neuen Shirtschnitt viel zu kalt. Es sei denn ich nähe das Shirt aus einem Strickstoff. Der rote Rest reichte gerade so, also eigentlich gerade nicht, denn es hätten noch Belege dazu gehört. Die schnitt ich aus einem Jerseyrest, denn Strickstoff in sechsfacher Lage wäre vermutlich sowieso zu dick geworden. dsc05171Mit den Jerseybelegen funktionierte es aber auch nicht, der Strickstoff ist dafür einfach zu weich. Ich trennte also wieder raus und  schwankte noch zwischen Dreifachzickzack und Handsaum, als mir einfiel, dass ich mit dieser Maschine noch keinen Zwillingssaum probiert habe. Klappte prima und die Wülste, die das Foto am Saum zeigt, sind in Wirklichkeit gar nicht da.  img_4939Der Schnitt ließ sich unkompliziert und schnell nähen, passt ohne Änderungen gut und ist durch Ausschnittform und Fältchen nicht langweilig.

Schnitt Leval/Schnittquelle, Strickstoff aus Wolle und Kunstfaser, gezeigt beim MMM

Neben Stoffen für Neues, Stoffresten für Kleinteile, Stoffrestchen für Patchwork, (Strickwolle, Spinnwolle, Filzwolle,) usw. stapeln sich hier auch einige Kisten mit Klamotten, aus denen man noch etwas machen könnte. Da kennt die Verwandtschaft nämlich nichts und spendet großzügig… Ab und zu mag ich die Herausforderung im simplen Kaffeeröster-Pulli das Potential für individuelle Stücke zu entdecken.dsc04937Hier sind zwei Fleecejacken und eine Weste (der schon ein paar Teile fehlten, die in meinem Wintermantel stecken) zu einem bunten Mäntelchen fürs Fräulein geworden. Die zweite schwarze Jacke auf dem Bild wartet noch auf ihre Bestimmung. Der Grat zwischen gelungenem Recycling und „sieht aus als hätt’se paar olle Shirts zusammengestoppelt“ ist ja recht schmal. Ich versuche letzteren Eindruck zu vermeiden, indem ich mich auf wenige Farben und Materialien beschränke, viel auftrenne, sowie neu und oft auch nach Schnittmuster zuschneide, so dass am Ende ein in sich stimmiges Stück entsteht.

Hier habe ich nach Katwise Manier (allerdings mit viel, viel weniger Material), die Ärmel zu einem Rockteil zusammengesetzt. Zwei der Streifen enthalten die Pattentaschen der grauen Weste. Reißverschluss und Kragen samt Belegen sind ebenfalls unverändert von der Weste übernommen. Aus der besser erhaltenen schwarzen Jacke entstand ein Oberteil nach dem Schnitt Punjab von der Schnittquelle. Rock- und Oberteil wurden zusammengesetzt und freihand ein Vokuhila geschnitten (Fehler!-der Reißverschluss war am Ende zu lang und ich musste schummeln). naehen171Die gesamte Jacke habe ich dann von außen auf Reißverschluss und Kragen aufgesteppt. Die Kapuze, deren Hauptteile aus der roten Jacke entstanden, ebenso. Die Overlocknähte liegen teils innen, teils außen. Manche Teile sind nur mit der Ovi versäubert und dann mit der normalen Nähmaschine offen aufgesteppt. Das entscheide ich relativ spontan nach Materialdicke und Aussehen.dsc04959 Das Töchterchen hat die Jacke schon gut eingetragen und findet vor allem die Kragen-in-Kapuze Lösung gut.

Creadienstag, Einab

Januarfreuden

Ich freue mich über endlich mal wieder richtigen Winter bis zu uns in die Stadt hinein und fliege aus so oft es geht:

in den Tharandter Wald,dsc04750dsc04756dsc04757nach Zinnwald,dsc04790dsc04796in die Dresdner Heide,dsc04809dsc04821an die Elbe,dsc04769dsc04824dsc04825-001dsc04830dsc04832dsc04834nach Nassau im Erzgebirge,dsc04855dsc04863dsc04872weils so schön war, gleich noch maldsc04889dsc04918dsc04923und selbst für Golfplätze kann ich mich neuerdings erwärmen.dsc04939dsc04935 dsc04929

Bunt ist die Welt

Wintermantel

dsc04108Im November, als der Wintermantel Sew Along endete, war mein Mantel gerade mal zugeschnitten, immerhin 56 Teile (plus Einlagen, Paspeln, Reißverschlüsse). Außerdem war es so warm, dass die Motivation eine richtig dicke Jacke zu nähen einfach nicht da war. Jetzt aber ist es kalt, wir haben seit langem mal wieder richtigen Schnee und es sieht so aus, als ob der ein paar Tage liegen bleibt (meinetwegen darf bis Ende Februar Winter bleiben, auch wenn ich immer das Gefühl habe, dass ich mich da ganz alleine drüber freue).dsc04835Ich habe also Stück für Stück genäht, gepaspelt, gefüttert, getrennt, auf-, ein- und zusammengesetzt und jetzt einen schönen warmen Mantel, gestern schon mal kurz gezeigt. Die Waffle-Pattern-Anleitung war wieder super. Alles ist ausführlich, dabei übersichtlich und ohne Umwege erklärt. dsc04839Ich habe zusätzlich eine Lage Thinsulate mit verarbeitet. Das hatte ich vorher noch nie gemacht und gehörigen Respekt davor. Probleme machte die zusätzliche Schicht aber nur beim Einsetzen der Ärmel, da sich die Armkugel schwer einkräuseln ließ und so ganz faltenfrei sitzen die Ärmel trotz mehrerer Versuche nicht. Körper und Ärmel sind mit gängigem, hübsch kariertem Flutschfutter versehen. Da mache ich ja gerne mal Murks, dieses Mal hat das aber erstaunlich gut und beinahe auf Anhieb geklappt. An Passe, Taschen und Ärmelriegeln sind Reflektorpaspeln eingefügt, da der Schnitt sich für Paspeln anbietet und gesehen werden immer gut ist. Kapuze und Taschen sind mit einem alten Fleecepulli gefüttert. Ich mag es, dass er jetzt wieder meine Ohren und Hände wärmt. naehen17Für die Taschen ist eigentlich kein Futter vorgesehen. Ich nähte die Tasche nach Anleitung, ergänzte die Paspeln und schnitt ein zweites Taschenteil ohne Nahtzugabe zu. Die Nahtzugabe der Außentasche klappte ich dann über das Futter, heftete und steppte alles gemeinsam auf den Vorderteilen fest. Innen am Reißverschluss ist das Futter von Hand festgenäht. Die Ärmelknöpfe sind aus meiner großen Kiste und wieder einmal, entpuppten sich vier vermeintlich gleiche Knöpfe, als vier minimal verschiedene. Die beiden ähnlichsten zieren jetzt die Jackenärmel.dsc04836

Wintermantel Sew Along für Trödler, Rums

 

Juhuu! Pepernoot.

Es ist kalt und es liegt Schnee und mein Wintermantel ist endlich fertig! Im November, als die Temperaturen so wunderbar zu meinen zahlreichen Wolljacken passten, konnte ich mich nicht motivieren die 1000 Tippelschrittchen zu gehen, die das Nähen von Pepernoot erfordert. Mit den zunehmenden Minusgraden machte sich das Fehlen einer warmen Jacke dann doch bemerkbar und ich setzte mich mit dem großen Haufen zugeschnittener Teile auseinander und alles schlussendlich zu einem Mantel zusammen. 2017-01-181Heute durfte er das erste Mal raus, allerdings erst nachdem ich mit der Freundin eine Runde per Ski durch die Heide gedreht hatte, so dass die Tageslichtmenge schon wieder nicht mehr so recht reichte. Allerdings gutes Licht, um zu demonstrieren, dass die Rechnung mit den reflektierenden Paspeln aufgeht. Der Mantel bekommt in den nächsten Tagen noch einen extra Beitrag, schließlich habe ich ja doch nicht ganz nach Anleitung genäht und zum heutigen MMM-Thema „der Nahttrenner ist mein bester Freund“ hätte ich auch das ein oder andere beizutragen (ich habe übrigens drei, an verschiedenen Stellen, so dass immer einer griffbereit ist).mara2013Außerdem selbstgemacht und heute getragen, auf dem oberen Bild allerdings unterm Mantel bzw. in der Hand versteckt:  Mütze, Handschuhe und Bullerbü-Kleid. collagen1-001