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Ohio Star

Der letzte der 12 Blöcke (die dann doch dreizehn waren) ist ein Ohio Star. Das ist auch so ein Klassiker, den ich schon lange mal nähen wollte. Meine Sammlung ist also komplett. Die Blöcke müssen noch auf das fertige Endmaß getrimmt werden und ein paar der Verschnittreste werde ich zu weiteren kleinen Blöcken vernähen, bevor ich den Quilt zusammensetze. Einen passenden Hintergrundstoff habe ich inzwischen auch, schön hell mit weißen Tupfen. Es bleibt also ein leiser Quilt.

Creadienstag

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Als vorausschauender Mensch habe ich mit dem Nähen des Weihnachtskleides bereits im Mai begonnen, das Kleid auf dem Mount Ufo (danke Sylvia für die Wortschöpfung) übersommert und im Herbst fertig genäht. Der Grund war natürlich nicht meine Weitsicht, sondern die Tatsache, dass ich am Vorabend einer großen Feier im April feststellte, dass mein Lieblingswinterfestkleid Löcher hat … am nächsten Tag war es im Sommerkleidchen ganz schön frisch, es musste also umgehend Ersatz her.

Ersatzkleid, Wickelkleid, Snowball Dress

Den nähte ich im Mai und das Radeberger Nähkränzchen lästerte über Wollkaros bei 30 Grad. Am letzten Wochenende hatte Sylvia zum Weihnachtskleidnähen eingeladen und da stand ich nun… Statt die dringend benötigten T-Shirts fürs Töchterchen fertig zu machen, habe ich dann mal mein Ideenbüchlein durchgeblättert und zwei Sachen rausgekramt, die ich schon ganz lange nähen will. Da wäre zum einen eine Neuauflage dieses Wickelkleides und zum anderen eine langärmelige Variante vom Snowball Dress (Waffle Patterns). Für ersteres bescherte mir der örtliche Kaufhausrestetisch einen schönen Karostoff in Herbstfarben und für letzteres liegt hier seit längerem ein weinroter Romanit. Es gab also keine Ausreden mehr, nur pragmatische Entscheidungen. Denn beide Kleider erfordern noch ein wenig Kopfarbeit. Die Änderungen des Wickelkleides müssen dechiffriert werden und mit meinen Aufzeichnungen ist das immer so eine Sache. Das Snowball Dress hat eigentlich nur kurze Ärmel, ich möchte aber mindestens dreiviertellange. Trotz des eindeutigen Votums der Mitnäherinnen für das Wickelkleid, begann ich mit dem Snowballdress, da der Karostoff für’s Wickelkleid so gar nicht vorgewaschen aussah. Immerhin nutzte ich die Wickelkleidärmel für die Verlängerung. An solche Sachen gehe ich recht unbefangen ran – tapferes Schneiderlein – zur Not bekommt das Kleid eben kurze Ärmel . Änderungen direkt auf dem Stoff, während man quatscht und guckt, was die anderen so machen, sind nicht immer die beste Idee. Das führte dieses Mal zu ungleich langen Vorder- und Hinterärmeln und ließ sich glücklicherweise problemlos korrigieren.

Snowball mit Wickelkleidärmeln

Das Kleid ist zusammengenäht, nur Säume und Ärmelbündchen fehlen noch und es scheint gut zu werden. Damit reihe ich mich als Späteinsteigerin noch beim Weihnachtskleid Sew Along ein.

Der letzte Samstag sah uns trotz des trüben Wetters auf einer unserer Lieblingsrunden durch die hintere Sächsische Schweiz. Ein schmaler Weg bringt uns hinauf zu den Felsen, ein kleines Stück Klettersteig noch steiler hinauf zur ersten Aussicht. Im Sommer muss man hier zuweilen Schlange stehen, heute haben wir den Weg für uns alleine. Der kleine Winterberg am rechten Bildrand ist unser Ziel. Der Pfad führt jetzt immer auf der halben Höhe, irgendwo zwischen Berg und Tal, Oben und Unten, am Massif entlang. Die Fernsicht ist heute nicht so dolle, aber passend zum Advent gibt es Puderzucker, Lametta und ein bisschen Glitzer in der Landschaft. Sind die gefrorenen Wassertropfen nicht wunderbar?Eine letzte Aussicht vom kleinen Winterberg, bevor wir uns bei einbrechender Dunkelheit über den Reitsteig und durch die wilde Hölle auf den Rückweg machen.

Naturdonnerstag

MMM – vom Mount Ufo

Den Norwegerrestepullover hatte ich heute auf dem Plan, da der für die aktuellen Temperaturen ideal und ein echter Resteverwertungserfolg ist. Ich hatte ihn letzte Woche schon kurz mit gezeigt. Jetzt also noch mal Solo und im Detail. Aus Jackenzuschnittresten kann man natürlich nur einen Pulli nähen, wenn man schön klein ist und wenn man bereit ist zu stückeln. Vorder- und Rückenteil ließen sich, sogar mit je einem mittig platzierten Stern, aus dem größten Rest zuschneiden. Die Ärmel musste ich extra ansetzen und habe, damit sie nicht zu kurz werden, noch eine Art Manschette dran“designt“. Saum und Manschetten sind nur mit der Overlock versäubert, der Kragen ist nach innen umgeschlagen und von Hand befestigt. Der hätte sonst zu wenig Stand. Der Originalschnitt hat eigentlich einen Wasserfallrollkragen, dessen Mehrweite ich vor dem Zuschnitt entfernt habe. Das Ergebnis gefällt mir gut. Die Jeans ist meine Ginger.Das Thema dieses MeMadeMittwochs sind Reinfälle und die gibt es natürlich auch bei mir immer mal wieder. Was es bei mir nicht gibt, ist das berühmte Teil für die Tonne – dafür sind mir die Stoffe einfach zu schade. In meinem Nähstübchen habe ich für missglückte, zu ändernde oder zu reparierende Sachen den Mount Ufo hinter der Nähmaschine. Alle Teile, die noch irgendeiner Art von Zuwendung bedürfen landen dort und spätestens, wenn dieser Berg mal wieder umfällt, nehme ich mir vor, ihn jetzt endlich komplett zu bezwingen. Gleich hinterm Basislager geht’s los, mit den Sachen, die „nur“ zu reparieren sind. Das ist meistens keine große Sache, aber langweilig und man braucht alle Nase lang einen neuen Faden. Also erst mal durchhalten und Strecke machen. Dann kommen die Teile, die zu ändern sind. Manchmal liegt die Hürde nur im Trennen, neu genäht ist dann schnell, manchmal braucht die Änderung etwas mehr Zeit und manchmal ist ein Teil einfach nicht zu retten. Dann versuche ich aber immer noch, den Stoff für etwas anderes zu verwenden. Im letzten Jahr ging es mir (und ich glaube nicht nur mir) mit dem Kleid Relaxed aus der Ottobre so. Der Name schien Programm zu sein, das Egebnis war dagegen sehr ernüchternd. Es kam also noch mal unter die Schere und wurde zu einem Shirt, welches ich wirklich gern trage.Der Mount Ufo gehört allerdings zur Spezies der oszillierenden Berge, wird mal größer und mal kleiner, verschwindet aber nie ganz.

Shirts, Shirts, Shirts

… damit das Fräulein nicht bei mir borgen muss. Am liebsten einfarbig, mit nüscht drauf oder dran und bloß kein Glitzer. Immerhin muss es nicht schwarz sein. Die ein oder andere Spielerei an Kragen oder Saum konnte ich mir dann doch nicht verkneifen und zwei der Shirts sind für mich. Während die Ottobre-Schnitte unsere Standardshirts sind, habe ich die Gelegenheit genutzt, mal Neues zu probieren. Besonders von den beiden Varianten aus dem Baukastenbuch „Jersey Shirts“ bin ich sehr angetan. Die passen gut und mit wenigen Basisschnittteilen lassen sich viele Varianten nähen.Schnitte sind Monday Basic und Automn Mood (Ottobre 5/2013), Bethioua (Elle Puls), Sweet Winter (Näähglück), Sloane (Named), zwei Varianten aus Jersey Shirts (Stefanie Brugger) und ein stark veränderter Anton (Prachtkinder).Creadienstag

MMM – Norwegerstrick

Ich trage heute einen Norwegerstrickmantel, der – Überraschung – nicht gestrickt, sondern genäht ist. Schon im letzten Jahr hatte ich zwei Rapporte dieses Musterstricks in einem Ausverkauf erstanden. Leider ist ein Mustersatz nur 80 cm lang, also nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich wollte aber gern eine ganze, lange Strickjacke daraus nähen. Die Wahl fiel auf den Schnitt Chloe, aus einer älteren La Maison Victor. Vorder- und Rückenteil sind aus dem einem Stück zugeschnitten, die Ärmel, quer zur Strickrichtung, aus dem anderen. So aufgelegt ist das Muster halbwegs gut verteilt. Ganz gut geht nicht, da das Muster auf dem Stoff nicht symmetrisch ist, die Zottelränder aber dran bleiben sollten. Die zieren jetzt vordere Kanten und den Ärmelabschluss und wurden auch am Halsausschnitt als Versäuberung ergänzt – wennschon, dennschon. Der Saum ist nur mit der Overlock versäubert, da die Rapporte so geteilt wurden, dass man mit einem „ordentlichen“ Saum das Muster kappen würde. Beim Zuschnitt bleiben natürlich reichlich Reste und in diesem Fall konnte ich den Vorsatz , die nicht mehr in irgendeiner Ecke anzuhäufen, glatt umsetzen. Am einfachsten wäre natürlich ein Sofakissen (für irgendeine andere Ecke) gewesen. Mit etwas Stückelei wurde dann doch noch ein Pulli nach meinem liebsten Japanschnitt daraus, der mir richtig gut gefällt.

Stoff: Jaquardstrick mit hohem Wollanteil, Schnitte: Chloe (La Maison Victor Herbst 2015), Japanpulli (eigentlich ein Kleiderschnitt) aus „Clothing for everyday wear“

MeMadeMittwoch

Leafingcowl

Als die Wolleliese einen Leafing Cowl aus Drops Air strickte, fand ich dass das ein passendes Projekt für meine Reste vom Islandpulli des Fräuleins sei. Die sind leider gerade irgendwohin verschwunden und da, wo ich sie vermutete, fand ich zwar grüne Reste, die gehören aber zu dieser Jacke. Da die Maschenprobe passte, habe ich den Cowl daraus gestrickt. Von der Wolle war noch etwas mehr als nötig da, so dass ich meinem Hang zu Sets nachgeben und noch eine passende Mütze stricken konnte. Außerdem wurden auf einer langen Bahnfahrt mal wieder ein paar Socken fertig.

Anleitung Leafing Cowl von Strikkelisa, Mütze mit dem gleichen Blattmuster ohne Anleitung – eine Mütze halt … insgesamt reichlich 200g Drops for you 4 (Alpaka, Wolle, Leinen).

Creadienstag