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Archive for the ‘Handwerk’ Category

Als Sylvia letzte Woche mein aktuelles Strickstück entdeckte, bekam ich natürlich sofort eine Rüge, wegen meiner FJKA-Abstinenz. Denn was, wenn nicht ein Gestrick in diesen Farben, ist ein Frühlingsjäckchen? Nun denn, hier bin ich also. Meine Lettlopireste und ein paar Stränge Kofferwolle sollen zu einer kunterbunten Jacke werden. Es ging ganz gut vorwärts, bis ich auf einmal die eine Nadelspitze in der Hand hielt.dsc05177Da musste natürlich sofort Ersatz beschafft werden.  Eigentlich sollte es mal so was Ähnliches werden. Allerdings stricke ich meine Jacke als Raglan von oben und mit Steek. Ich finde es einfacher einen Steek aufzuschneiden, als ein Muster mit linken Maschen quasi rückwärts zu stricken. Da das Gestrick relativ fest wird, werde ich das Bindeband wohl weglassen und eine gerade Jacke mit einem schönen, großen Schalkragen stricken. Das Rumpfteil ist inzwischen fast fertig und auch ein Teil der Ärmel ist schon erledigt. Durch die Resteverstrickerei muss ich an allen drei Enden gleichzeitig arbeiten, um zu sehen, wie weit ich mit dem jeweiligen Rest komme. Das Fräulein amüsierte sich gestern sehr über den Voodoo-Puppen-Look.Damit sind Sylvias Frage auch schon fast beantwortet: Inspiration hole ich mir aus Büchern und dem Internet, Anleitungen nehme ich eher als Anregung, kombiniere gerne wild durcheinander und rechne oft selbst. Meine liebsten Helfer dafür sind diese beiden Bücher: „Knitting Without Tears“ von Elizabeth Zimmermann und „Knitting in the Old Way“ von Priscilla Gibson Roberts.

Frühlingsjäckchen-Knit-Along: 1. Zwischenstand

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Burgnäherei

Am Wochenende war ich in der sächsischen Provinz zu einem kleinen, feinen Nähtreffen. Doreen hat sich um alles gekümmert und nicht nur das Großraumatelier und eine Burgbesichtigung organisiert, sondern uns das Nähen in der schönsten Form versüßt. Schon ganz lange wusste ich, dass ich mich dort endlich mal an eine Jeans wagen würde. Das war am Ende gar nicht so schwer und bisher passt die Hose besser, als jede gekaufte Jeans. Ganz fertig ist sie noch nicht, da meine Maschine bei den ganz dicken Steppnähten ausstieg. Da muss die Hundertjährige noch mal ran.Mein zweites Projekt war ein ganz einfacher Rock. Doch immer, wenn kein Fitzelchen Stoff zur Rettung übrig ist, neige ich zu grobem Unfug. So auch hier. Allerdings war es schon ziemlich spät und ich versuchte nicht nur zu nähen, sondern auch noch zu quatschen, Rocklängen und Karoanpassungen zu kommentieren und hatte ein Gläschen Sekt neben der Maschine stehen. Keine gute Basis für einen Rock, dessen Stoff zwei gleiche Seiten hat und bei dem Vorder- und Rückseite aus den selben Teilen bestehen, die spiegelbildlich zusammengenäht werden müssen. Ich würde mal behaupten, dass ich unter den gegebenen Umständen gar keine Chance hatte … Jedenfalls stand ich am späten Abend mit zwei identischen, dafür ordentlich versäuberten und Naht für Naht abgesteppten Teilen da. Auftrennen hätte den Stoff zerstört. Ich wählte die rabiate Lösung und schnitt die Rockteile an den Teilungsnähten auseinander. Neu genäht war dann schnell und das er jetzt zwei Zentimeter kürzer ist, ist gar nicht so schlimm. Da der Rock im schrägen Fadenlauf zugeschnitten ist, braucht er keinen Verschluss. Dazu trage ich mein Frühlingsjäckchen von hier. Der Schnitt ist Harlingen von der Schnittquelle, der Stoff ein Rest von diesem Rock. MMM

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Wachsbatik

„Sorbische Ostereier kauft man nicht, die macht man selber“ findet die sorbische Freundin und versprach uns zu zeigen, wie es geht. Das war vor vier oder fünf Jahren. Vorgestern war es dann so weit. Die Freundin von weiter weg war in Dresden und ich musste die Burgnäherei nur zwei Stunden eher verlassen, um rechtzeitig daheim zu sein.Die Utensilien liegen bereit. Bienenwachs, Federn, Stecknadeln, Eierfarben und die Wachswärmstation aus Löffel, Kartoffel und Teelicht. Als erstes werden Hilfslinien vorgezeichnet (oder auch nicht). Dann heißt es tupfen, tupfen, tupfen. Am Anfang ist es nicht so einfach das Wachs flüssig, an der richtigen Stelle und in der gewünschten Form aufs Ei zu bekommen. Ist die erste Musterschicht aufgetragen, kommt das Ei in die hellste Farbe, muss dort ein wenig ausharren, trocknen und wird dann weiter bemustert. Ein zweiter und dritter Färbevorgang sind möglich. Danach sehen die Eier schon ganz hübsch aus, allerdings liegt über den Musterteilen noch die Wachsschicht.Wenn die Farben gut durchgetrocknet sind, wird das Wachs noch mal erwärmt und abgetupft. Fertig. Während die ersten noch ein wenig nach Kindergartenbastelstunde aussehen, finde ich die letzten schon ganz gelungen. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht. Die Bedeutung der Muster wird hier schön erklärt.

Creadienstag

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Das Kleid, welches Anni kürzlich zur Adoption freigab, ist bei mir gelandet und passt gut. Es ist sehr bequem und die Farbe fügt sich wunderbar in meinen Kleiderschrank. Ein Weilchen hat es noch gedauert, bis ich die Säume genäht hatte (und ordentlich gebügelt sind sie immer noch nicht), obwohl farblich exakt passendes Garn da war.2017-03-01 Zu den frühlingshaften Temperaturen passt es prima und wird heute vom flatterhaften Gehröckchen ergänzt. Was damals (2011) nur als Probeteil entstand, ist schon seit Jahren ein Dauerbrenner in meinem Kleiderschrank und auch wenn Zwischenmassschnitten keine anfängertaugliche Beschreibung beiliegt, sind sie gut gemacht und haben eine prima Passform.

MeMadeMittwoch

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Brot und Butter …

dsc04749Shirts fürs Fräulein – unser Ottobre-Standardschnitt und Stoffe aus dem Schrank.

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Jahresquilt

Selbstauferlegte kollektive kreative Verpflichtungen, neudeutsch Sew Alongs bremsen meine Motivation erfahrungsgemäß eher aus. Logische Konsequenz ist, dass ich anderen sehr gern dabei zuschaue, aber möglichst nicht selbst mitmache. Nun gibt es diese Aktion. Schon ganz lange möchte ich einen Sampler Quilt nähen und nun hat mir sogar jemand die Qual der Wahl abgenommen und feine, kleine Anleitungen für jeden Block erstellt … was soll da noch schief gehen? Ein Blöckchen pro Monat ist ja nun wirklich keine Verpflichtung. Einzig die Faulheit die Restekisten ganz oben vom Schrank zu angeln und durchzusehen hielt mich noch vom Mitmachen ab. Denn so sehr mir die frischen, modernen Quilts aus aufeinander abgestimmten Stoffen gefallen, so sehr gehören Patchwork und Resteverwertung für mich zusammen. dsc05174Beim Sichten potentieller Kleiderstoffe fürs Teenietöchterchen fand ich zwei gut abgelagerte Stöffchen, die ich ursprünglich mal für süße Kleidchen gekauft hatte. Süße Kleidchen mochte die Zipfelkapuzenprinzessin nicht und so blieben sie liegen. Die Farbe ist auch nicht ganz unsere, die feste Qualität aber durchaus patchworktauglich. Das wäre also die Gelegenheit diese Quasireste zu verarbeiten. Die Menge sollte ganz knapp reichen, wenn ich nicht irgendwo mal gravierende Fehler einbaue (was ich ganz sicher mache und dann muss ich mir was einfallen lassen). Ich habe also die ersten beiden Blöcke zugeschnitten und genäht und wieder einmal festgestellt, dass ich akkurat einfach nicht kann. Ich behaupte mal, dass das charmant ist , denn Material für Korrekturen ist nicht da. Für den nächsten Block bekommt der Rollschneider eine frische Klinge und dann wird alles gut …

Rolling Stone (Januar) und Churn Dash (Februar)

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MMM – Pulli Leval

dsc05170Hier ist ja immer noch Winter und eigentlich ist es für meinen neuen Shirtschnitt viel zu kalt. Es sei denn ich nähe das Shirt aus einem Strickstoff. Der rote Rest reichte gerade so, also eigentlich gerade nicht, denn es hätten noch Belege dazu gehört. Die schnitt ich aus einem Jerseyrest, denn Strickstoff in sechsfacher Lage wäre vermutlich sowieso zu dick geworden. dsc05171Mit den Jerseybelegen funktionierte es aber auch nicht, der Strickstoff ist dafür einfach zu weich. Ich trennte also wieder raus und  schwankte noch zwischen Dreifachzickzack und Handsaum, als mir einfiel, dass ich mit dieser Maschine noch keinen Zwillingssaum probiert habe. Klappte prima und die Wülste, die das Foto am Saum zeigt, sind in Wirklichkeit gar nicht da.  img_4939Der Schnitt ließ sich unkompliziert und schnell nähen, passt ohne Änderungen gut und ist durch Ausschnittform und Fältchen nicht langweilig.

Schnitt Leval/Schnittquelle, Strickstoff aus Wolle und Kunstfaser, gezeigt beim MMM

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