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Archive for the ‘japanische Schnitte’ Category

Normalerweise bin ich beim Nähen keine Wiederholungstäterin, einzige Ausnahme sind Shirts. Unser Standard ist da ein Ottobreschnitt, der einfach gut passt. Als im Herbst die T-Shirt-Lücke,  gefüllt werden musste, war dann doch Zeit,  mal was Neues zu probieren. Schon im Frühjahr hatte ich mir das Buch „Jersey Shirts“ von Stefanie Brugger gekauft, bin ich doch ein großer Fan von Baukastenschnitten. Der erste Test mit einem Hemdchen sah vielversprechend aus. Jetzt probierte ich noch zwei weitere Varianten mit verschiedenen Ausschnitten und Ärmeln. Die Shirts sitzen etwas lockerer, was mir gut gefällt. Auch die recht starke Taillierung kommt mir sehr entgegen. Den Ausschnitt müsste ich bei Varianten mit Beleg noch etwas verschmälern, wenn ein Bündchen dran ist, passt das Original. Für mich ist das Buch eine tolle Ergänzung im Schnittmusterfundus. Einfache Shirts mit feinen Details – heute mit Pünktchen und zu einer wiederentdeckten Hose. Die habe ich schon vor längerer Zeit genäht, vermisste dann Taschen, weshalb sie auf den Änderungsstapel wanderte. Allerdings ist mir keine vernünftige Idee gekommen, wie ich Taschen, die weder nach Kinderhose aussehen, noch am schmalen Hüftbereich aufklaffen, ergänzen könnte. Jetzt hatte ich sie schon ein paar Mal an, mag sie sehr und finde die fehlenden Taschen gar nicht mehr so schlimm. Obendrüber noch eines meiner Strickjäckchen und Karens schöne, grüne Perlen um den Hals komme ich sicher gut durch den Tag.

Schnitte: Shirts „Algiers“ und und „Rügen“ mit gekräuselter Armkugel aus „Jersey Tops und Shirts“, Hose 2 aus „Simple Chic“, Strickmuster der Jacke von Stoff und Stil

MMM

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Den Norwegerrestepullover hatte ich heute auf dem Plan, da der für die aktuellen Temperaturen ideal und ein echter Resteverwertungserfolg ist. Ich hatte ihn letzte Woche schon kurz mit gezeigt. Jetzt also noch mal Solo und im Detail. Aus Jackenzuschnittresten kann man natürlich nur einen Pulli nähen, wenn man schön klein ist und wenn man bereit ist zu stückeln. Vorder- und Rückenteil ließen sich, sogar mit je einem mittig platzierten Stern, aus dem größten Rest zuschneiden. Die Ärmel musste ich extra ansetzen und habe, damit sie nicht zu kurz werden, noch eine Art Manschette dran“designt“. Saum und Manschetten sind nur mit der Overlock versäubert, der Kragen ist nach innen umgeschlagen und von Hand befestigt. Der hätte sonst zu wenig Stand. Der Originalschnitt hat eigentlich einen Wasserfallrollkragen, dessen Mehrweite ich vor dem Zuschnitt entfernt habe. Das Ergebnis gefällt mir gut. Die Jeans ist meine Ginger.Das Thema dieses MeMadeMittwochs sind Reinfälle und die gibt es natürlich auch bei mir immer mal wieder. Was es bei mir nicht gibt, ist das berühmte Teil für die Tonne – dafür sind mir die Stoffe einfach zu schade. In meinem Nähstübchen habe ich für missglückte, zu ändernde oder zu reparierende Sachen den Mount Ufo hinter der Nähmaschine. Alle Teile, die noch irgendeiner Art von Zuwendung bedürfen landen dort und spätestens, wenn dieser Berg mal wieder umfällt, nehme ich mir vor, ihn jetzt endlich komplett zu bezwingen. Gleich hinterm Basislager geht’s los, mit den Sachen, die „nur“ zu reparieren sind. Das ist meistens keine große Sache, aber langweilig und man braucht alle Nase lang einen neuen Faden. Also erst mal durchhalten und Strecke machen. Dann kommen die Teile, die zu ändern sind. Manchmal liegt die Hürde nur im Trennen, neu genäht ist dann schnell, manchmal braucht die Änderung etwas mehr Zeit und manchmal ist ein Teil einfach nicht zu retten. Dann versuche ich aber immer noch, den Stoff für etwas anderes zu verwenden. Im letzten Jahr ging es mir (und ich glaube nicht nur mir) mit dem Kleid Relaxed aus der Ottobre so. Der Name schien Programm zu sein, das Egebnis war dagegen sehr ernüchternd. Es kam also noch mal unter die Schere und wurde zu einem Shirt, welches ich wirklich gern trage.Der Mount Ufo gehört allerdings zur Spezies der oszillierenden Berge, wird mal größer und mal kleiner, verschwindet aber nie ganz.

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Ich trage heute einen Norwegerstrickmantel, der – Überraschung – nicht gestrickt, sondern genäht ist. Schon im letzten Jahr hatte ich zwei Rapporte dieses Musterstricks in einem Ausverkauf erstanden. Leider ist ein Mustersatz nur 80 cm lang, also nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich wollte aber gern eine ganze, lange Strickjacke daraus nähen. Die Wahl fiel auf den Schnitt Chloe, aus einer älteren La Maison Victor. Vorder- und Rückenteil sind aus dem einem Stück zugeschnitten, die Ärmel, quer zur Strickrichtung, aus dem anderen. So aufgelegt ist das Muster halbwegs gut verteilt. Ganz gut geht nicht, da das Muster auf dem Stoff nicht symmetrisch ist, die Zottelränder aber dran bleiben sollten. Die zieren jetzt vordere Kanten und den Ärmelabschluss und wurden auch am Halsausschnitt als Versäuberung ergänzt – wennschon, dennschon. Der Saum ist nur mit der Overlock versäubert, da die Rapporte so geteilt wurden, dass man mit einem „ordentlichen“ Saum das Muster kappen würde. Beim Zuschnitt bleiben natürlich reichlich Reste und in diesem Fall konnte ich den Vorsatz , die nicht mehr in irgendeiner Ecke anzuhäufen, glatt umsetzen. Am einfachsten wäre natürlich ein Sofakissen (für irgendeine andere Ecke) gewesen. Mit etwas Stückelei wurde dann doch noch ein Pulli nach meinem liebsten Japanschnitt daraus, der mir richtig gut gefällt.

Stoff: Jaquardstrick mit hohem Wollanteil, Schnitte: Chloe (La Maison Victor Herbst 2015), Japanpulli (eigentlich ein Kleiderschnitt) aus „Clothing for everyday wear“

MeMadeMittwoch

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Über die Farbe der Woche bin ich mir mit dem Wetter einig – ich kleide mich passend zum Himmel in fröhliches Mausgrau. Das ist keine ideale Farbe für mich, aber so eine schöne Basis für Buntes, dass ich nicht darauf verzichten mag. Außerdem habe ich vor einiger Zeit im Second Hand einen wunderbares Schnäppchen gemacht. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass dort auch Stoffe verkauft werden. Dieser großzügige Rest bescherte mir ein Kleid und einen Pullover, die dank des Wollanteils für die aktuelle Wetterlage ideal sind. Die Schnitte sind alte Bekannte. Matera von der Schnittbox und das Japankleid als Pulli. Der Pulli hat etwas längere Ärmel als der gelbe, blieb ansonsten aber unverändert. Der Stoff ist zwar relativ fest und dick, aber sehr weich, so dass der Kragen deutlich anders fällt. Heute trage ich das kuschelige Kleid, ergänzt mit meiner Herbstjacke vom letzten Jahr. Gestern war es der Pulli zu schnöden Jeans.

MMM

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Im Kleiderschrank des Fräuleins taten sich kurz vor dem Urlaub erhebliche Lücken auf, so dass ich doch noch mal ein paar Stunden schnöde Basisteile nähte. Gebraucht wurden Wanderhosen, Flatterhosen, kurze Hosen – leicht, rucksacktauglich, praktisch und unkompliziert. Dazu passende Shirts. Ein, nach dieser Anleitung selbstgezeichnetes Blüschen und ein Anneshirt, für das auch schmale Stoffstücke reichen. In diesem Fall habe ich aus den 50 cm Querstreifen ein längsgestreiftes Shirt genäht, was dank des bielastischen Materials problemlos funktionierte. Den Ausschnitt habe ich, wie immer, verkleinert.Für die Hosen kamen bewährte Schnitte zum Einsatz – links Burda 5/2011 (und damit quasi eine Neuauflage der durchgewanderten Hose), rechts 3x der gleiche japanische Schnitt (Yoshiko Tsukiori, „Stylish Dress Book“, Modell K), den wir schon in verschiedenen Ausführungen tragen. Die dunkelgrünen Hosen sind aus einem BW-Synthetik-Gemisch von Extremtestil. Sehr leicht, robust und schnelltrocknend. Die kurze Hose aus BW-Fahnentuch und die bunte aus Polyirgendwas. Da fand ich das Muster so hübsch.Bei allen Modellen habe ich die Taschen ergänzt oder verändert.  Creadienstag

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„Carry Me“ ist ein Band aus meiner Sammlung japanischer Nähbücher, der schon lange im Regal steht, aber noch nie zum Einsatz kam. Das hat sich jetzt geändert. Ich brauchte und nähte ein schwarzes Jäckchen. Von den 80 cm Wollstoff blieb nicht viel übrig, aber der Rest ließ mich doch über ein Täschchen zur taschenlosen Jacke nachdenken, denn Taschentuch, Schlüssel und Kamera sollten auch noch mit. Im Buch gab es zwei kleine Taschen, die mir gefielen. Ich schnitt beide Schnittmuster aus, um zu probieren, welches sich auf den Resten unterbringen lässt. Mit ein bisschen Trixerei passten alle Teile drauf, macht nichts, nähe ich eben zwei Täschchen. In meiner Restekiste fanden sich auch noch ein passender Futterstoff und Lederstückchen, im Kleinteilefundus Reißverschlüsse, Knopf und Metallringe. Nur die Nieten musste ich kaufen.DSC02885Small Purse und Circle Pochette hatte ich mir ausgesucht. Beide sind als kleine Begleiter zu größeren Taschen gedacht. Dieses Prinzip zieht sich durch das gesamte Buch – es gibt immer Tasche und Täschchen oder Beutel und Beutelchen, die zu- oder ineinander passen. Im Gegensatz zu anderen japanischen Nähbüchern sind die Anleitungen in „Carry Me“ relativ knapp gehalten und die Zeichnungen sehr klein. Das Buch ist keine Empfehlung für blutige Anfänger. Die Taschen sind allerdings wunderschön, aus ungewöhnlichen Stoffen genäht und mit liebevollen Details versehen.  Ich habe größtenteils genäht, wie ich dachte und die Anleitung Anleitung sein lassen.DSC02888Bei der Kreistasche musste ich etwas puzzeln. Mein Stoff hat eine ganz leichte Fischgratstruktur. Ich schnitt die eine Seite der Tasche, wie vorgesehen, als Patchwork mit unterschiedlichen Musterrichtungen zu. Für die Rückseite reichte der Rest dann nicht, auch nicht für einen einfachen Kreis. Ich entschied mich für zwei Halbkreise und ergänzte den fehlenden Zentimeter durch einen Reißverschluss, mit dem Effekt, dass ich jetzt eine zusätzliche Seitentasche habe.DSC02887 Die hat sich schon als sehr praktische Ergänzung entpuppt. Auch der Henkel ist gestückelt, was aber bei dem dunklen Stoff nicht auffällt. Die roten Reißverschlüsse greifen die Farbe des Futters wieder auf, die Nähte sind ebenfalls rot abgesteppt. Das Täschchen hat sich schon sehr gut bewährt, passt durch die Farbe zu allem, fällt nicht ins Gewicht und ist doch groß genug für die wichtigsten Utensilien.

DSC02881Die Small Purse ist wirklich klein. Ich habe sie so genäht wie vorgesehen, nur am Boden gibt es eine zusätzliche Naht. Außerdem ist mein Futter nicht aus Seide, eine Tasche soll ja schließlich etwas aushalten. Der Knopf wurde mit dem Futterstoff bezogen, der Lederhenkel ist etwas länger und aus zwei Stücken zusammengenietet. DSC02883Weil ich mich an die Nieten nicht gleich herantraute, ist das Täschchen gerade erst fertig geworden und noch unbenutzt. Da es keinen sicheren Verschluss hat, taugt es wahrscheinlich nur als tragbare Hosentasche, aber manchmal braucht man ja genau die.DSC02891

gezeigt bei RUMS

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2015_07_07Im Gegensatz zu Sylvia trage ich meine Gummizughose ziemlich gern. Heute ergänzt mit der „Hemdbluse“ aus zwei wiederverwerteten Hemden. Die braucht im nächsten Jahr einen Nachfolger, denn der Stoff löst sich so langsam auf. Passenderweise ist das nächste Thema der Stoffspielereien „Ich war einmal ein Oberhemd“. Momentan fehlen mir noch die schön gemusterten Hemden.

Gezeigt beim MMM

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