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Archive for the ‘japanische Schnitte’ Category

Im Kleiderschrank des Fräuleins taten sich kurz vor dem Urlaub erhebliche Lücken auf, so dass ich doch noch mal ein paar Stunden schnöde Basisteile nähte. Gebraucht wurden Wanderhosen, Flatterhosen, kurze Hosen – leicht, rucksacktauglich, praktisch und unkompliziert. Dazu passende Shirts. Ein, nach dieser Anleitung selbstgezeichnetes Blüschen und ein Anneshirt, für das auch schmale Stoffstücke reichen. In diesem Fall habe ich aus den 50 cm Querstreifen ein längsgestreiftes Shirt genäht, was dank des bielastischen Materials problemlos funktionierte. Den Ausschnitt habe ich, wie immer, verkleinert.Für die Hosen kamen bewährte Schnitte zum Einsatz – links Burda 5/2011 (und damit quasi eine Neuauflage der durchgewanderten Hose), rechts 3x der gleiche japanische Schnitt (Yoshiko Tsukiori, „Stylish Dress Book“, Modell K), den wir schon in verschiedenen Ausführungen tragen. Die dunkelgrünen Hosen sind aus einem BW-Synthetik-Gemisch von Extremtestil. Sehr leicht, robust und schnelltrocknend. Die kurze Hose aus BW-Fahnentuch und die bunte aus Polyirgendwas. Da fand ich das Muster so hübsch.Bei allen Modellen habe ich die Taschen ergänzt oder verändert.  Creadienstag

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„Carry Me“ ist ein Band aus meiner Sammlung japanischer Nähbücher, der schon lange im Regal steht, aber noch nie zum Einsatz kam. Das hat sich jetzt geändert. Ich brauchte und nähte ein schwarzes Jäckchen. Von den 80 cm Wollstoff blieb nicht viel übrig, aber der Rest ließ mich doch über ein Täschchen zur taschenlosen Jacke nachdenken, denn Taschentuch, Schlüssel und Kamera sollten auch noch mit. Im Buch gab es zwei kleine Taschen, die mir gefielen. Ich schnitt beide Schnittmuster aus, um zu probieren, welches sich auf den Resten unterbringen lässt. Mit ein bisschen Trixerei passten alle Teile drauf, macht nichts, nähe ich eben zwei Täschchen. In meiner Restekiste fanden sich auch noch ein passender Futterstoff und Lederstückchen, im Kleinteilefundus Reißverschlüsse, Knopf und Metallringe. Nur die Nieten musste ich kaufen.DSC02885Small Purse und Circle Pochette hatte ich mir ausgesucht. Beide sind als kleine Begleiter zu größeren Taschen gedacht. Dieses Prinzip zieht sich durch das gesamte Buch – es gibt immer Tasche und Täschchen oder Beutel und Beutelchen, die zu- oder ineinander passen. Im Gegensatz zu anderen japanischen Nähbüchern sind die Anleitungen in „Carry Me“ relativ knapp gehalten und die Zeichnungen sehr klein. Das Buch ist keine Empfehlung für blutige Anfänger. Die Taschen sind allerdings wunderschön, aus ungewöhnlichen Stoffen genäht und mit liebevollen Details versehen.  Ich habe größtenteils genäht, wie ich dachte und die Anleitung Anleitung sein lassen.DSC02888Bei der Kreistasche musste ich etwas puzzeln. Mein Stoff hat eine ganz leichte Fischgratstruktur. Ich schnitt die eine Seite der Tasche, wie vorgesehen, als Patchwork mit unterschiedlichen Musterrichtungen zu. Für die Rückseite reichte der Rest dann nicht, auch nicht für einen einfachen Kreis. Ich entschied mich für zwei Halbkreise und ergänzte den fehlenden Zentimeter durch einen Reißverschluss, mit dem Effekt, dass ich jetzt eine zusätzliche Seitentasche habe.DSC02887 Die hat sich schon als sehr praktische Ergänzung entpuppt. Auch der Henkel ist gestückelt, was aber bei dem dunklen Stoff nicht auffällt. Die roten Reißverschlüsse greifen die Farbe des Futters wieder auf, die Nähte sind ebenfalls rot abgesteppt. Das Täschchen hat sich schon sehr gut bewährt, passt durch die Farbe zu allem, fällt nicht ins Gewicht und ist doch groß genug für die wichtigsten Utensilien.

DSC02881Die Small Purse ist wirklich klein. Ich habe sie so genäht wie vorgesehen, nur am Boden gibt es eine zusätzliche Naht. Außerdem ist mein Futter nicht aus Seide, eine Tasche soll ja schließlich etwas aushalten. Der Knopf wurde mit dem Futterstoff bezogen, der Lederhenkel ist etwas länger und aus zwei Stücken zusammengenietet. DSC02883Weil ich mich an die Nieten nicht gleich herantraute, ist das Täschchen gerade erst fertig geworden und noch unbenutzt. Da es keinen sicheren Verschluss hat, taugt es wahrscheinlich nur als tragbare Hosentasche, aber manchmal braucht man ja genau die.DSC02891

gezeigt bei RUMS

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2015_07_07Im Gegensatz zu Sylvia trage ich meine Gummizughose ziemlich gern. Heute ergänzt mit der „Hemdbluse“ aus zwei wiederverwerteten Hemden. Die braucht im nächsten Jahr einen Nachfolger, denn der Stoff löst sich so langsam auf. Passenderweise ist das nächste Thema der Stoffspielereien „Ich war einmal ein Oberhemd“. Momentan fehlen mir noch die schön gemusterten Hemden.

Gezeigt beim MMM

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Aus gegebenem Anlass trage ich heute ein Wickelkleid. Und aus eben diesem Anlass habe ich dieses Wickelkleid in der letzten Woche endlich mal genäht. Zugeschnitten war es nämlich schon lange. Genau so wie ein zweites, welches ebenfalls  seit dem Japan Sew Along auf Vollendung wartete. Nötig wäre das nicht gewesen, schließlich finden sich in meinem Schrank schon mehrere Wickel- und Möchtegern-Wickelkleider.2015_03_11 So ein kleiner Schubser ist manchmal doch ganz gut. In diesem Falle beschert er mir ein sehr hübsches und ein „ist das nun ein Bademantel oder ein Kleid?“ Ergebnis. Beide Modelle stammen aus meinen Japan Büchern. 12_05_2015Das karierte ist ein echtes Wickelkleid, was allerdings erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Es wickelt nämlich andersrum. Dadurch hat es vorne einen U-Boot und hinten einen V-Ausschnitt – gut für schmale Schultern. Der Herrenhemdenstoff mit leichtem Stretchanteil ist ein Reststück aus dem hiesigen Kaufhaus und angenehm leicht. Das führt einerseits dazu, dass die Kräusel am Rock sich nicht so aufplustern, macht andererseits aber, dass die hinteren Rockteile sich gegenseitig festhalten und ein opulentes Hinterteil formen. Macht nichts, ich mag das Kleid und plädiere für Hemdenstoffe in fröhlichen Mustern und Farben. Eine nächste Variante würde vielleicht einen Tellerrock bekommen. Der Falschrum-Wickel trägt sich sehr angenehm.

12_05_20151Nummer zwei ist ebenfalls ein echter Wickel und besticht auch in der Vorlage durch leichten Bademantelcharme. Ich hatte irgendwo mal ein gelungenes Modell gesehen und mag die nicht-gewickelten Varianten (Bluse und Pulli) des Schnittes sehr gern, weshalb ich den Schnitt probierte. An sich passt er ganz gut. Großes Manko ist die Kantenverarbeitung. Die werden einfach umgeschlagen und festgesteppt. Trotz Skepsis hielt ich mich an die Anleitung, schließlich haben die Autorinnen ja mehr Ahnung als ich. Die Kanten beulen natürlich und müssen noch mal geändert werden. Vielleicht glaube ich mir demnächst mal, dass ich manches inzwischen besser weiß, als der ein oder andere Schreiberling. Die Länge gefällt mir auch nicht so richtig. Allerdings kann ich mir das Kleid mit farbigem Beiwerk und zu Hosen ganz gut vorstellen.

Die Schnitte stammen aus :“Clothing for everyday wear/ Stylish Dress Book“. Titelmodell L mit den Ärmeln von Modell G aus kariertem Hemdenstoff und Modell A aus hellem gestreiftem Leinen. Das sind also meine beiden „Neuen“. Da meine Wickelkleidliebe nicht neu ist, stelle ich euch die „Alten“ kurz vor und verlinke zu den entsprechenden Beträgen. Vielleicht wird die ein oder andere ja fündig.

Echte Wickel:

Sybille-Kleidgrauemaus: für mich immer noch mein bester Wickelkleidschnitt. Geknöpft statt geknotet, Bewegungsfältchen statt Abnäher, Taschen und ein besonderer Kragen. 13_05_20151 Ottobre-Kleid: Das ist so einfach, dass ich es bisher weder gezeigt noch fotografiert hatte. Der Schnitt ist brauchbar, der Stoff ist Mist. Zu dünn, zu labberig und pillend. Ich trage es meistens als Jacke und dann auch gebügelt.

Falsche Wickel:

fame2Fame Kleid aus der Knipmode: Wunderschöner Schnitt, der Wickel klafft bei mir etwas auf. „Sitz gerade Kind“höre ich meine Mutter dann immer sagen.

Loures

Zwei Loures-Varianten von der Schnittbox: schlicht und gut

oktober4

Butterick 5206: nach endlosen Anpassungen jetzt ein schönes Kleid. Der Schnitt hat allerdings sowas von gar nicht gepasst, das ich ihn nicht empfehlen kann.

13_05_2015

und zu guter Letzt: das Walk Away Dress. Ich hatte damals zwei genäht, eines für die Freundin und eines für mich und fragte mich, ob wir nach einem längeren Tragetest zur “verlorene Mühe” oder zur “tolles Kleid” Fraktion gehören werden. So richtig geklärt ist diese Frage immer noch nicht. Getragen habe ich es genau zwei mal zum Feiern. Es sitzt prima, ist mir aber im Alltag etwas zu opulent und sieht deshalb einer ungewissen Zukunft entgegen.walkawayDas Kleid der Freundin wird vom Rock nach hinten unten gezogen, was erstens blöd aussieht und sich zweitens auch blöd anfühlt. So ein Würgekleid macht keinen Spaß. Für ein Walk-Away ist eine große Taille Hüfte Differenz also eine gute Voraussetzung. Den Unterarmeinblick hatte ich von vornherein durch einen weiteren Verschluss im oberen Rücken entschärft, was eine ziemlich gute Idee war.

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So, ehe die Tanoshii-Sammlung geschlossen wird, möchte ich noch meine neuen Japaner zeigen. Wie geplant, sind Hose und Shirt entstanden. Außerdem habe ich noch ein passendes Obendrüber genäht.IMG_0522 Das Shirt stammt aus einem Buch von Yoshiko Tsukiori (One Piece). Die Ärmelvolants haben bei mir keinen Gummizug, sondern sind komplett gedoppelt. Das gefiel mir besser.  Da die Sachen, die ich bisher nach diesem Buch genäht hatte, alle passten, habe ich nicht so genau geschaut und besitze nun einen veritablen Sack. Das Shirt ist definitiv zu groß und wird nicht so bleiben.

Hose K aus „Clothing for everyday wear“.Den Schnitt habe ich schon mehrfach genäht und auch dieses Mal wieder um Taschen in der Seitennaht ergänzt. Er passt völlig ohne Änderungen.  Das Beste an der Hose – sie wurde in allernettester Gesellschaft genäht. Denn Anne, Doro und Sylvia besuchten mich am Dienstag für einen feinen Nähtag.

Zu guter Letzt: Der Lemming des Sew Alongs, das Turtleneck-Kleid X aus demselben Buch. Das hatte ich im letzten Frühjahr schon einmal als Bluse genäht. Bei mir ist es allerdings wieder kein Kleid, sondern ein kuscheliger Wollpulli mit den Dreiviertelärmeln von Wickelkleid A und doppelt zugeschnittenem Kragen.IMG_0571-001

Mit diesen beiden Sachen bin ich sehr zufrieden – sie passen zu mir und zeigen ganz gut, dass japanische Schnitte durchaus wintertauglich sind.

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Buchstäblich in letzter Sekunde flitze ich zum Japan Sew Along und handele die Themen des letzten und des kommenden Montags gleich mal gemeinsam ab.

Die Schnitte sind fertig: Anpassungen bereits geplant? Sind die Stoffe schon da, habt Ihr Euch schon festgelegt? Ist ein Probeteil nötig, oder seid Ihr mutig und schneidet direkt an?

Habt Ihr schon losgelegt? Wie sind Eure ersten Erfahrungen mit den Schnitten und der Passform?

Die Schnitte sind kopiert (bzw. waren es sowieso schon) und das erste Teil ist zugeschnitten. Ich habe auch ein klein wenig daran genäht. Das macht sich auf dem Foto jetzt nicht so spektakulär. Vermutlich wird der Stand beim nächsten Treffen kein anderer sein, weil wir Ferien haben. Meine ersten Erfahrungen mit Schnitten und Passform sind schon ein Weilchen her – hier schrieb ich bereits darüber. Deshalb gibt es auch keine Probeteile. Ich schneide direkt zu, messe allerdings an Stellen, die bei mir oft nicht passen (Schultern) nach.feb18

Die japanischen Schnitte sind bisher die einzigen, bei denen ich zum Seriennähen neige. Allerdings sind sie so wandelbar, dass man den Ergebnissen die gleich Schnittgrundlage nicht ansieht.

Hier mal zwei Beispiele: Hose Z aus dem Stylish Dress Book in verschiedenen Varianten für die Tochter und für mich:februar2

und Kleid D aus Sewing Talk:februar1

Da machen vor allem die Stoffe den Unterschied. Diese Wandlungsfähigkeit der Schnitte liebe ich sehr.

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Japan Sew Along Teil 2: Für welchen Schnitt habt Ihr Euch entschieden? Habt Ihr schon Stoffe parat oder Ideen dazu?

Die Stoffe liegen bereit, was die Schnitte angeht, bin ich noch etwas unentschlossen. Wahrscheinlich werden es Hose (links) und Shirt (rechts) aus schokoladenbraunem Leinen und geblümtem Wolljersey.feb2Ein paar weitere geeignete Stoffe habe ich noch aus dem Schrank geangelt, denke aber, dass ich mehr als zwei Teile nicht nähen werde. Schließlich sind hier gleich Ferien und außerdem muss ich ein Frühlingsjäckchen stricken.feb1

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