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Archive for the ‘gewusst wie – Anleitungen’ Category

Das dritte Treffen des Summer Shawl Knit Along steht an. Den letzten Beitrag konnte ich zwar pünktlich erscheinen lassen, allerdings nicht verlinken, da wir in den böhmischen Wäldern auf der Suche nach dem Winter waren. Viel Schnee lag auch dort nicht, aber für die eine oder andere Skilanglaufrunde reichte er noch, so dass ich nur ganz wenig gestrickt habe.

Hier also noch mal Zwischenstand samt Wolle.IMG_3994Ich bin mit meinem Color Affection gut vorangekommen. Die ersten beiden Teile sind fertig. Für den ersten habe ich 30g vom Jeansblau verbraucht, für den zweiten 12g Jeansblau und 25g weiß (sagt zumindest die wackelige Küchenwaage). Ab jetzt geht es mit drei Farben und verkürzten Reihen weiter. Die sind für die originelle Streifenverteilung des Tuches verantwortlich. Veera Välimäki strickt verkürzte Reihen mit einer Wickelmasche/Wrap&Turn, ich habe meinen eigenen Kopf und mache einen Umschlag/ Yarn Over, weil ich das deutlich einfacher zu stricken finde.

Da ich mich gern eines Besseren belehren lasse, habe ich die Sache mit dem Wrap&Turn mal probiert und mein Testgestrick gleich noch um zwei weitere Möglichkeiten verkürzte Reihen zu stricken, ergänzt. Im Bild unten markiert jede Stecknadel eine andere Variante.IMG_4015Die allereinfachste Variante (gelbe Stecknadel) für verkürzte Reihen funktioniert ohne jedes Extra – die Arbeit wird einfach gewendet und man strickt zurück. Dabei entstehen kleine Löchlein, die im kraus rechts Gestrick unter Umständen fast unsichtbar sind, sich aber nie ganz vermeiden lassen. IMG_3999Viel häufiger werden sie verwendet, wenn mit den Löchern ein Akzent gesetzt werden soll.IMG_4009Beim Wrap&Turn/ der Wickelmasche (grüne Stecknadel) wird bis zum Umkehrpunkt gestrickt, die nächste Masche wird mit dem Faden vor der Arbeit von der linken auf die rechte Nadel und mit dem Faden hinter der Arbeit wieder zurückgehoben. Dann wird die Arbeit gewendet und zurück gestrickt. Beim Abstricken werden Masche und Wickel/Wrap zusammengestrickt, wobei man darauf achten muss, dass die Masche oben liegt.IMG_4000Bei der verkürzten Reihe mit Umschlag/Yarn Over strickt man bis zum Umkehrpunkt, wendet die Arbeit, macht einen Umschlag und strickt zurück. Beim Abstricken wird der Umschlag mit der folgenden Masche zusammengestrickt, wobei wieder die Masche über dem Umschlag liegen muss.IMG_4001Die vierte Variante, die ich kenne, ist die Sockenstrickervariante mit den überzogenen Maschen. Dabei wird die Arbeit gewendet, die erste Masche abgehoben und über die Nadel straff nach hinten gezogen, so dass sie doppelt liegt.  In der nächsten Reihe wird diese doppelte Masche wie eine abgestrickt. Durch die straff gezogene Masche entsteht ein klitzekleines Knötchen im Gestrick, welches ich nicht so gern mag.IMG_4005 Bis auf die Löcher der ersten Variante sehen die Ergebnisse sehr ähnlich aus.  Immer wird, egal ob gewickelt, gedoppelt oder mit Umschlag, durch das größere Volumen das Wendelöchlein geschlossen und fällt im Gestrick weniger auf. Da kann sich also jede ihren Lieblingsweg aussuchen.

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Lauter kleine Schmetterlinge tummeln sich auf diesen Müffchen. Die flattern hier ganz aufgeregt herum, denn Malou wird heute 5! und freut sich, dass sie damals so ganz spontan einen Blog eröffnete, in der Hoffnung mal ein paar Gleichgesinnte zu finden. Inzwischen sind die virtuellen und reellen Näh- und Stricktreffen eine echte Bereicherung.m12Weil das Muster ja sehr hübsch und außerdem ganz einfach zu stricken ist, gibt es eine kleine Anleitung dazu:

m9Auf einem Nadelspiel eine durch 10 teilbare Maschenzahl anschlagen (bei mir 50),zur Runde schließen und

  • 10 Runden im Perlmuster (1.Runde: 1Mre, 1Mli ;2.Runde: 1Mli, 1Mre) stricken.m8
  • Dann eine Runde links undm10
  • 5 Runden rechts.
  • Es folgen ca. 10 Mustersätze, die so aussehen:
    • 1./3./5./7.Runde: 5M wie zum linksstricken abheben (der Faden liegt locker vor den Maschen), 5M rechts stricken (insgesamt 5 mal);m5
    • 2./4./6.Runde: rechte Maschenm4
    • 8.Runde: 2M rechts, für die dritte Masche die Nadel von vorn und unten unter den losen Fäden durchschieben und den Faden durch die Masche und unter den Fäden durchholen. Die Masche bündelt die Spannfäden, es entsteht ein Schmetterling. Weiter mit 9M rechts, 1M unter den Spannfäden durch …m3m2m1
    • Die 9.Runde rechts stricken.m7
  • Diese 9 Runden wiederholen und dabei jeweils um fünf Maschen versetzen.m13
  • Auf die gewünschte Länge stricken.
  • Wenn die gewünschte Länge erreicht ist eine Runde rechts und
  • 9 Runden Perlmuster stricken und dann
  • links abketten.
  • Nr. 2 stricken.m6

m11Fertig! Freuen! Selbst behalten und bei RUMS zeigen oder verschenken.

 

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Ich liege tatsächlich voll im Plan und habe mein erstes halbes Jäckchen fertig. Die Knöpfe fehlen noch, da der Fundus wieder Mal nichts Passendes hergibt. Bis Ostern ist ja noch etwas Zeit. Bis dahin nur eine Vorschau.märz7 Das spannende Finale, also das Aufschneiden des Steeks und damit die vorsätzliche Zerstörung des eigenen Gestricks, habe ich etwas genauer dokumentiert – vielleicht freut sich die ein oder andere darüber.

Warum stricke ich im schnöden Geringel einen Steek? Das ginge doch in Hin-und Rückreihen genauso gut.

Erstens gehöhre ich zu den Strickerinnen, die rechte Maschen deutlich schneller stricken als linke und zweitens auch zu denen, deren rechte Maschen bei gleicher Nadelstärke kleiner und gleichmäßiger werden als die linken Maschen. Letzteres umgehe ich manchmal, indem ich die Rückreihen mit kleineren Nadeln stricke. Bei diesem Jäckchen hätte das Rückreihen mit zweier Nadeln bedeutet und das macht keinen Spaß. In Runden gestrickt ergibt sich in der vorderen Mitte ein schöner durchgehender Farbverlauf. Theoretisch könnte man so auch einreihige Ringel stricken, eine Option die ich mir zu Beginn noch offenhalten wollte. Außerdem wollte ich einfach mal wieder so eine Jacke stricken.märz19

Da der Steek hier nicht durch das Farbmuster markiert werden kann, habe ich die beiden mittleren der sechs Steekmaschen links gestrickt. Bevor das Strickstück dort aufgeschnitten wird, müssen die Kanten befestigt werden. Das wird gern mit der Nähmaschine gemacht. Meine Maschine ist bei dickeren Stricksachen eher unkooperativ, weshalb ich mir eine Häkelnadel hole.märz18

Mit der werden nun die Maschen direkt neben der zukünftigen Schnittkante befestigt. Durch zwei Strickmaschenbeinchen wird jeweils eine Häkelmasche gearbeitet.märz17

Hier sind beide Seiten gesichert, nun wird die „Leiter“ zwischen den beiden mittleren Maschen Stück für Stück durchgeschnitten.märz16

märz13märz15Die Schnittkante legt sich von selbst nach nach innen um.märz12Da wo Steek und Gestrick aneinandergrenzen, werden jetzt die Blendenmaschen aufgenommen. Ich halte mich an die Faustregel drei Maschen aus vier Reihen aufzunehmen. Das klappt eigentlich immer.märz10Es wird eine Blende mit undmärz11 eine ohne Knopflöcher gestrickt.

Die Steekkanten legen sich von selbst schön nach innen und werden noch einmal festgeheftet, wodurch ein ziemlich sauberer Abschluss entsteht.märz9

märz8Fertig!

Maike fragt, wie wir uns Notizen machen. Ähm, nun ja … irgendwie schon, allerdings habe ich da kein ausgefeiltes System. Ich bin ein Zettelchenkritzler. Diese Zettelchen gehen gern mal verloren und sind nach längerer Zeit auch nicht in jedem Falle dechiffrierbar.  Das umgehe ich einerseits, indem ich  oft am Stück stricke, damit entstehen zumindest die Vorderteile gleichzeitig. Andererseits arbeite ich viel mit Markierungsfäden im Strickstück. Bei dieser Jacke habe ich das an den Ärmeln gemacht. märz14Da, wo die Abnahmen sind, in diesem Fall in jeder zehnten Reihe, wird der gelbe Faden durchgezogen. Das markiert für diesen Ärmel die letzte Abnahme (bis zehn zählen reicht also) und zeigt mir, wenn ich ein halbes Jahr später den zweiten Ärmel stricke, wie oft und wie viele Maschen ich abgenommen habe. Wenn ich Reihen zählen will, verfahre ich genauso. In jeder zehnten Reihe wird der Markierungsfaden durchgezogen.

Jetzt fehlen nur noch passende Knöpfe, das übliche Dilemma also. Inzwischen kann ich aber durchaus schon mit Teil zwei beginnen und mal schauen gehen, wie weit die anderen so sind.

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„Das Muster find ich klasse, vielleicht hast du einen Tip wo man so eine Anleitung mal herbekommt? Denn der nächste Winter kommt bestimmt und ich fände so eine Variante für unsere Kinderköpfe toll. Oder kannst du mit ein paar Stichpunkten sagen, wie man das Ganze so schön hinbekommt? Das wäre total schön.“ fragte Jana gestern im Kommentar. Sicher gibt es Anleitungen dafür, Ravelry lässt grüßen. Hier mal ein Rezept für meine Mütze, welches an verschiedene Fadenstärken und Kopfgrößen angepasst werden kann. Die Zahlen, die für meine Mütze gelten, sind grün markiert.märz6

  • Fangen wir also, wie so oft, mit der leidigen Maschenprobe an: wieviele Maschen ergeben 10 cm? – bei mir sind das 24
  • und messen als nächstes den Kopfumfang des zukünftigen Mützenträgers – 58 cm.
  • Dann multiplizieren wir ein Zehntel des Kopfumfangs mit der Maschenzahl der Maschenprobe – 5,8 x 24= 139,2 also ca. 140. Mit dieser Zahl würde man im ungedehnten Gestrick genau auf den Kopfumfang kommen. Da das Gestrick sich dehnt, nehmen wir noch ein paar Maschen weg (ich habe 120 Maschen angeschlagen). Diese schließen wir zur Runde und stricken los.
  • Wer möchte kann  mit dünneren Nadeln ein Bündchen stricken (z. B. zwei rechts, zwei links). Meine Mütze hat einen Rollrand,ist also einfach mit 6 Reihen glatt rechts begonnen. Wenn das Bündchen fertig ist,
  • immer 6 Reihen in der Grundfarbe links (weiß) stricken, dann sechs Reihen in der Kontrastfarbe rechts (Gelb- und Brauntöne) stricken und eine Reihe rechts in Grundfarbe (weiß) stricken (die ist wichtig, damit die Farben klar getrennt sind). Wiederholen bis die Mütze 12 bis 17 cm lang ist (probieren!), dabei mit einer Sequenz linker Maschen enden.
  • Den Deckel habe ich in Kontrastfarben glatt rechts gestrickt. Die Maschenzahl wird durch sieben geteilt (17, Rest 1) und angepasst ( ich habe also zwei Maschen zusammengestrickt und erhalte 119 Maschen). Dabei gleich nach jeder 17. Masche einen Marker setzen (bzw. nach der Zahl der Maschen, die einem Siebentel entspricht). märz5
  •  In der ersten Runde immer bis zwei Maschen vor den Marker stricken, die beiden Maschen vor dem Marker rechts zusammenstricken. Das ergibt am Ende der Runde sieben Maschen weniger (112 M). Die zweite Runde rechts stricken. Diese beiden Runden werden so lange wiederholt, bis noch sieben Maschen auf den Nadeln sind. Ich habe die letzten beiden Runden wieder in der Grundfarbe gestrickt.
  •  Nun noch drei mal zwei Maschen zusammenstricken (aus sieben Maschen werden vier) und mit den übrigen vier Maschen einen I-Cord (hier prima erklärt) für die Antenne stricken. Faden durchziehen, abschneiden, verstechen und fertig.

märz4Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Bei dickerem oder dünnerem Garn ist es möglicherweise günstiger, die Streifen vier oder acht Reihen breit zu machen. Da hilft nur probieren.

Viel Spaß!

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