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Festkleid zum Zweiten

Neulich schrieb ich schon, dass ich der mangelnden Entscheidungsfreude geschuldet, zwei Festkleider für’s Fräulein begann. Das grüne wurde ausgewählt und zuerst vollendet. Das rote hatte seinen Auftritt genau eine Woche später, als wir zu einer Erstkommunion geladen waren. Der Schnitt ist das Titelmodell der Burda 8/2012 genäht aus Viskose von Stoff und Stil. Hier hatte ich mal eine sehr hübsche, mädchenhafte Variante des Schnittes entdeckt und die versuchte ich nachzubasteln. So wurden Passe und Schleife ergänzt und, genau wie die Ärmel, in einer Kontrastfarbe genäht. Die Schnittteile des Vorderteils sind so zusammengeschoben, dass ein Teil mit seitlichen Abnähern entstand. Außerdem haben wir das Rockteil um ca. 25 cm gekürzt. Das Kleid ist komplett mit der roten Viskose gedoppelt und wurde am kühlen, verregneten Kommunionssonntag mit dem schon vorhandenen, passenden Jäckchen, Ringelleggings und Sneakern ergänzt. Hat was von Kirchengewand kommentierte Kerstin das Jäckchen damals, damit passt es doch perfekt zum Anlass.

Creadienstag

Elbsandsteinfrühling

Auch wenn die Ferien noch etwas hin sind, ein bisschen Urlaub vor der Haustür geht ja immer.Bei Wind und Regen an den Ochelwänden, mit frischem Grün und Aussicht auf dem Rauenstein, mit Sonne und Fernsicht vom Gohrisch, bei kühlem Schatten in den Kamnitzklammen. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Elbsandstein ist immer einen Ausflug wert.

 

MMM – nix Neues

dafür bewährte Stücke – Japanmantel und Resteshirt nach Burda. Die passen nämlich prima zusammen.

MMM

MMM mit Frühlingsjäckchenbummlerfinale und burggenähter Jeans wäre der Plan für heute gewesen. Jacke und Hose passen nämlich ganz prima zusammen und waren bei den Frühlingstemperaturen der letzten Wochen immer eine gute Wahl. Heute ist die Jacke glücklicherweise zu warm. Dafür ist mein frühlingsgrünes Blüschen genau richtig.

Eine Jeans wollte ich mir schon immer mal nähen und Ginger schien ein Zauberschnitt zu sein, der allen passt. Glaubte ich natürlich nicht und war skeptisch. Schließlich passen mir im Laden auch keine Jeans. Irgendwann konnte ich Sylvias Ginger anprobieren. Die war natürlich zu groß, das aber recht gleichmäßig, vielleicht sollte ich es doch mal wagen? Sie redete mir noch ein bisschen gut zu und schließlich nahm ich Schnitt und Stoff mit nach Rochsburg, wo ich versierte Gingernäherinnen wusste … Ich nähte also anderthalb Tage stur nach Anleitung vor mich hin (das fällt mir ganz, ganz schwer), musste am Ende nur an der Taille minimal verschmälern und habe jetzt seit Ewigkeiten mal eine Jeans, die ohne Gürtel tragbar ist, deren Hosenbeine so kurz wie meine sind und in der ich mich rundum wohl fühle. Für eine nächste gäbe es natürlich noch Verbesserungsbedarf. Die Steppnähte könnte sauberer sein und die Taschen etwas höher sitzen, außerdem steigt meine Nähmaschine bei den ganz dicken Stellen dann doch aus. Aber insgesamt bin ich ziemlich zufrieden und sicher, dass ich weitere Jeans nähen werde. Das Schnittmuster bietet zwei Varianten an. Ich habe beide gemischt und den hohen Bund mit den weiteren Beinen kombiniert.Die Strickjacke hatte ich ja schon fast fertig gezeigt. Inzwischen sind Ärmel und Kragen vollendet und ein I-Cord inklusive Bommelchen als Gürtel ergänzt. Getragen wurde sie im kalten Frühjahr auch schon oft. Gestrickt als Raglan von oben mit dem Einstrickmuster der Cunningsburgh Star Jacket aus Color Style. Verwendet habe ich ererbte Wolle und viele bunte Lettlopi-Reste. Die bestimmten mit ihren Mengen auch die Farbverteilung.

MMM und FJKA-Finale

Festkleid

Taft oder Tüll, Spitze oder Chiffon? Was da ein wenig nach Fasching auf dem Nähtisch klingt, zeigt, dass beim Teeniemädchen eine Feier anstand, die nach Festtagsfähnchen, Absatzschuhen und einer richtigen Frisur verlangte … . Sicher muss man dafür nicht unbedingt selbst nähen, aber erstens hatte das Töchterchen keine Ahnung, was für ein Kleid es tragen möchte (immerhin war die Entscheidung für ein Kleid schon gefallen) und zweitens sind wir alle ziemliche Shoppingmuffel.

Vor die Wahl gestellt, mich mit widerspenstigen, flutschigen Stoffen oder „daswirdgerngekauft“ Verkäuferinnen auseinanderzusetzen, entschied ich mich leichtsinnig für ersteres. Die Lieblingsfarben waren klar, also bestellte ich einmal grünen Chiffon und einmal rote Viskose, ließ das Töchterchen einen Großteil meiner Kleider anprobieren, um rauszufinden, was ihr steht und entschied mich schließlich für einen Lekala-, einen Burda- und einen Colette-Schnitt. Da das Burdakleid schon ganz lange auf meiner Nähliste stand, nähte ich es aus einem Ufo komplett zur Probe, was ergab, dass es mit ganz geringen Änderungen passen würde. Für die beiden anderen Schnitte entstand jeweils ein Testoberteil. Der Coletteschnitt flog raus, weil er auch eine Größe kleiner viel zu groß war und insgesamt sehr seltsame Proportionen hatte. Beim Lekalaschnitt lagen die Abnäherspitzen zwar viel zu weit außen, aber das sollte sich richten lassen. Die Freundinnen der Tochter stimmten dann einhellig für grün, so dass das Lekala-Kleid zuerst zu Ende genäht wurde. Chiffon kann man ja weder gerade hinlegen, noch gerade nähen und scharf angucken sollte man ihn sowieso nicht.  Ich ging also mit gehörigem Respekt ans Werk. Ziel war am Ende einen geraderen Saum, als diese zu haben … Ich leistete mir alle Anfängerfehler, die man sich leisten kann (Reißverschluss verkehrtherum usw…). Das muss wahrscheinlich so sein, wenn es für’s beste aller Kinder ist … Der hellgrüne Chiffon ist mit einem dunkelgrünen Futterstoff unterlegt. Beide habe ich wie eine Lage verarbeitet und die Ausschnittkanten mit einem Chiffonstreifen verstürzt. Vom Schnitt verwendete ich nur das Oberteil, ergänzte einen Faltenrock a la Tanya Whelan, einen Schleifengürtel nach Tilly and the Buttons und war knapp zwei Wochen vor dem Fest mit dem Gröbsten fertig. Wir hatten also ein hübsches, ärmelloses, rückenfreies Kleid mit beinahe geradem Saum und draußen schneite es … Da sich unter Omas Erbstücken kein Pelz fand und der Kleiderschrank eine passende Jacke nur in traurigem schwarz hergab, bestellte ich Wollwalk und nähte auf den letzten Pfiff noch ein Jäckchen. Die farblich exakt passende Perle fand sich in einem Schlüsselanhänger von Karen, der dann noch auseinandergebaut werden musste und jetzt wohl öfter um den Hals, als in der Tasche getragen wird.Ende des Krimis – alles fein, die Frisur schaffe ich inzwischen in weniger als 10 Minuten und mit so einem Türmchen auf dem Kopf ist das Fräulein nun endgültig größer als ich …Schnitte: Oberteil von Lekala 5212 , ergänzt mit einem Faltenrock und Jäckchen „Ornament“ aus der Ottobre 2/2015 (wie schon bei meiner ersten Version mit Falte im Rücken zur Weitenregulierung).

Creadienstag

Relaxed

Gerade sehe ich, dass der Me Made Mittwoch heute Blümchen zum Thema hat und da ich passend gekleidet bin, nutze ich die Gelegenheit mal wieder was zu schreiben und dabei gleich noch ein schnödes Shirt vorzustellen, welches ich schon im Oktober nähte. Was jetzt ein simpler Pulli ist, sollte eigentlich das Kleid Relaxed aus der Herbstottobre werden. Der gemütliche Schnitt mit den großen Taschen sprach mich sofort an, wurde schnell genäht und genauso schnell wieder zerschnitten, weil das irgendwie sehr, sehr komisch aussah. Die Schulterpartie passte gut, der Rest eher gar nicht. Ich schnitt das Kleid ungefähr in Taillenhöhe auseinander. Aufgrund der Taschen wurde der Saum vorne kürzer und hinten länger, was ich mit einem andersherum geschwungenen Bündchen wieder ausglich. Der Pulli hat jetzt also eine dekorative Naht. Das Mottomuster blümelt auf dem  Rock, den ich schon ziemlich lange habe und nach wie vor sehr gerne trage.Schnitte: Relaxed Ottobre 5/2016 aus Courtellejersey und 13 Ottobre 2/2007 aus einem Wollstoff

Frühlingsjacke II

Der Rumpf ist fertig gestrickt, der Steek gesichert und aufgeschnitten, Maschen für Blende und Kragen sind aufgenommen und jetzt heißt es endlose Reihen hin- und herstricken. Da macht der Schal im Kragen seinem Namen alle Ehre. Dann müssen die Innenseiten des Steeks noch versäubert und die Ärmel vollendet werden. Das sollte bis Ostern eigentlich zu schaffen sein. Allerdings stricke ich in unbeobachteten Stunden noch ein großes Osterei fürs Fräulein, so dass es sein kann, dass die Ärmel doch noch warten müssen.FJKA II,     Creadienstag