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Caspian Sea Socks

Die Anleitung für die Caspian Sea Socks von Priscilla Gibson Roberts hatte ich schon einige Jahre ausgedruckt hier liegen. In meine aktuelle bunte-Kleinkram-strick-Phase passten sie nun hervorragend. Nach Art der Türkischen Socken, werden sie an der Spitze begonnen. Die Anleitung war da nicht besonders anschaulich. Ich nutzte eine von Allerlei Strickerei, die ich dort leider nicht mehr wiederfinde. Bei vielen Bildern auf Ravelry sieht man einen großen Knubbel an der Spitze, der bei mir zum Glück nicht da ist.Dann musterte ich fröhlich vor mich hin und bemerkte erst sehr spät, das die hellen Bereiche des Oberfußes nicht, wie ich mir das dachte,  im Anschluss aufgestickt, sondern so wie die Designerin das plante, gleich mit eingestrickt werden. Diese Einstrickmethode laß sich recht umständlich, so dass ich nicht wieder auftrennte, sondern beim Stickplan blieb. Die komplette Socke wird als Schlauch gestrickt, da wo später die Ferse hin soll, kommt ein Restfaden als Platzhalter hin. Den Abschluss bildet ein Zopf, der schick aussieht und gar nicht schwer zu stricken ist. Allerdings hat man zwischendurch ziemlichen Fadensalat. Am Ende werden die Maschen vom Platzhalterfaden wieder aufgenommen und die Ferse in Runden eingestrickt. Bei dieser Art der Ferse, mit Abnahmen in jeder Reihe, schaffe ich’s nicht, komplett lochfrei zu stricken. Nachdem dann auch die hellen Bereiche im Maschenstich ergänzt und die vielen Fäden verstochen waren, konnte ich meine bunten Socken anprobieren. Passen gut, gefallen mir gut und es sind wieder ein paar Reste und Restchen verschwunden, die allein kein Sockenpaar mehr ergeben hätten. Creadienstag

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Ein Jahresbeginn ist Rückschau Zeit und heute liegt beim Me Made Mittwoch der Focus auf den besonders gelungenen Stücken des letzten Jahres. Auf eines kann ich mich natürlich nicht beschränken und greife deshalb auf den bewährten ein-Liebling-für-jede-Jahreszeit-Trick zurück. Die gesammelten Werke des letzten Jahres sind hier versammelt.Gleich im Januar entstand mein Peppernoot-Mantel( hier und hier). Der ist mit Futter, Wattierung und Paspeln sicher das aufwändigste Stück des letzten Jahres auf das ich tatsächlich ein wenig stolz bin. Er hat sich bestens bewährt und ist aktuell beinahe täglich im Einsatz. Wenig später nutzte ich die geballte Nähkompetenz der Burgnäh-Damen und traute mich an meine erste Ginger-Jeans. Die ist natürlich ein gutes Stück von perfekt entfernt, passt aber tatsächlich besser, als jede andere Jeans in meinem Schrank. Auch die bunte Strickjacke mauserte sich zum Lieblingsstück, ist sie doch wunderbar warm und an trüben Tagen ein fröhlicher Hingucker. Die Bommelchen am Gürtel hüpfen beim Laufen neben mir her und zaubern ganz vielen Leuten ein Lächeln ins Gesicht. Aus Mangel an einer unbunten, beerdigungstauglichen Jacke, entstand im September in einer Hauruck-Aktion ein dünner Burda Mantel aus Canvas, der tatsächlich eine Lücke im Kleiderschrank füllte und getragen wurde, solange die Temperaturen es zuließen. Ein weiterer Treffer ist das Wollkarokleid nach einem Burda Schnitt, den ich im letzten Jahr dreimal nähte und dass bisher nur am Rande des Mantel-Beitrags vorkommt. Entstanden bei zwei unserer Mininähkränzchen, die definitiv auch auf die Liste der Lieblinge gehören.

Gesammelte Werke 2017

Genähtes für mich:Genähtes für andere:Patchwork:Gestricktes:Gefilztes:Gebasteltes:

Genähte Geschenke

Nähen für Andere ist bei mir ja, mit Ausnahme der Sachen fürs Fräulein, kein großes Thema. Das mache ich nämlich wirklich nur, wenn sich jemand was ganz Konkretes wünscht oder wenn ich mir sehr sicher bin, den Geschmack des Beschenkten zu treffen. Ein paar Weihnachtsgeschenke für die liebe Sippe gab es dann aber doch. Der Wunsch nach einer Mützenkopie erreichte mich erst kurz vor Weihnachten und die größte Schwierigkeit war tatsächlich hier vor Ort schwarzen Fleece aufzutreiben. Ich dachte ja, so was Gewöhnliches gibt’s in jedem Stoffladen. Bei der Freundin fand sich dann noch ein Eckchen. Schnittmuster hatte ich keins, aber so eine Mütze ist ja nicht sonderlich kompliziert. Die rosabunte (abnehmbare) Bommel wurde mit großer Freude vom Fräulein ergänzt, die sich auf das erstaunte Gesicht des grauschwarzdunkelbunt-Trägers freute.    Die anderen Geschenke sind meiner aktuellen Patchwork- und Reste-zu-Schnickschnack Phase entsprungen. In grün, ein Stern nach dem schon einmal verwendeten (und jetzt etwas vergrößerten) Muster  und ein freies Dreicksverwurstungsprojekt. Der Stern ist in der Mitte nicht so kleinteilig, wie mein eigener. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass eine freie Mitte mehr Raum für Vasen, Kerzen und ähnliches lässt. Da könnte man natürlich vorher drauf kommen. Die kreisförmigen Quiltlinien habe ich wieder aufgetrennt, weil die nicht gleichmäßig hinbekommen habe. Mit meiner Maschine ist weniger da tatsächlich mehr. Beide Teile sind klassisch gepatcht und mit Batting, Rückseite und Binding versehen, letzteres von Hand angenäht (ich mach das gerne) und mit kleinen, andersfarbigen Unterbrechungen.Die Tilda Stöffchen für den zweiten Stern habe ich neu gekauft, weil ich so helle, verspielte Stöffchen nicht habe, aber sehr gern verschenken wollte.  Zwei Fat Quarter haben gut für den Stern gereicht, allerdings konnte ich das Muster nicht komplett zentrieren. Die Knitter sind Transportschäden (denn natürlich habe ich es nicht geschafft zu Hause noch Fotos zu machen) und lassen sich komplett wegbügeln.Mit der Übung aus dem letzten Jahr treffen mittlerweile die Spitzen der Patches auch ganz gut aufeinander. Hier habe ich Stern, Füllung und Rückseite rechts auf rechts miteinander verstürzt und dann gewendet. Die Füllung landete natürlich erst mal auf der falschen Seite … . Kostenlose Anleitungen dafür finden sich einige im Netz.Alle drei kamen, glaube ich gut an . Die extra Stoffauswahl ist tatsächlich bemerkt worden und vom grünen Stern bekam ich auch schon ein „Tragebild“.

Creadienstag

Weihnachtskleid

Passend zur Jahreszeit trägt mein Kleid den schönen Namen Snowball, passend zum Anlass ist es rot und passend zur Art wie wir Weihnachten feiern, ist es bequem und unkompliziert. Meine Änderungen haben gut funktioniert und ich habe ein mittellangärmeliges Kleid, welches ganz sicher ein Stück für jeden Tag wird (heute z.B.). Nur an der hinteren Mitte werde ich noch ein wenig Weite rausnehmen. Da hätte ich eine Hohlkreuzanpassung machen müssen, was ich einfach vergessen habe. Durch die längs- und quer laufenden Teilungsnähte sollte das problemlos machbar sein.Auch das aktuelle Licht ist der Jahreszeit angemessen, was heißt, dass man für erkennbare Fotos ordentlich planen muss und dafür ist mir die Sache nicht wichtig genug. Es gibt also mittelprächtige Bilder aus komischen Perspektiven und mit farblich unpassendem Hintergrund … Man erkennt trotzdem, dass mein Kleid im Unterschied zum Original angeschnittene Dreiviertelärmel hat. Die stammen von einem anderen Kleiderschnitt und mussten nur ein klein wenig zurechtgebogen werden. Am unteren Ärmelende habe ich kleine Manschetten mit Schlitz ergänzt. Das macht die Ärmel noch ein paar Zentimeter länger, denn natürlich war der Stoff knapp. Nähen ließ sich diese Variante einfacher als das Original, da alle Belege wegfallen. Den Kragen ist in doppelter Länge zugeschnitten und nach innen eingeschlagen. Insgesamt ist das Kleid viel bequemer als mein erstes Snowball Dress aus gänzlich unelastischem Stoff, allerdings auch deutlich weiter. Optimal wäre wahrscheinlich ein Webstoff mit etwas Elastan.Am ersten Feiertag ging ich mit der Tochter im Partnerlook. Das hat aber vermutlich niemand bemerkt, da unsere beiden Kleider zwar nach dem selben Schnitt (Burda 8/2012) genäht sind, aber doch recht unterschiedlich wirken.

MMM – Weihnachtskleid-Sew-Along

 

Restesocken

Von den vielen einfarbigen Socken, die ich im Laufe der Jahre gestrickt habe gibt es Reste, Restchen und Restchenchen, die ich natürlich ordentlich aufbewahre. Ausgelöst durch ein offensichtlich ganz hübsches Buch schwappt gerade eine Welle bunter Socken durchs Web und ich ließ mich inspirieren. Socken stricken kann ich, so kleine Muster sind auch kein Hexenwerk, bleibt also nur, beides zusammenzubringen. Ich beginne wie immer mit 60 Maschen und stricke ein paar Reihen im Bündchenmuster. Vor dem Beginn des Einstrickmusters nehme ich Maschen zu, da das ja durch die Spannfäden nicht so elastisch wird, wie normales Gestrick. Nachzählen an einer älteren Socke ergibt 72 Maschen. Die Socke sitzt etwas spack, aber damals hatte ich mit der Musterei auch noch wenig Erfahrung. Also 72, das ist nämlich eine gute Zahl, kann man da doch Muster mit 2, 3, 4, 6, 8, 9, 12, 18, 24 und 36 Maschen unterbringen. Gut so, denn ich habe noch keinen fertigen Plan. Am schwierigsten ist es vorher abzuschätzen, welcher Rest, wie weit reichen wird. Die Küchenwaage zieht also vorübergehend ins Wohnzimmer. Als Ferse stricke ich eine normale Käppchenferse, allerdings nicht über die halbe Maschenzahl, sondern nur über 32 Maschen. Damit es nicht langweilig wird, gibt es an Fußsohle und Oberseite verschiedene Muster. Den Abschluss bildet bei mir eine Sternchenspitze (zumindest glaube ich, dass die so heißt). Die stricke und trage ich am liebsten.

Hinter den Kulissen gab es noch ein paar Fragen zu meiner Stricktechnik, deshalb hole ich jetzt mal ein bisschen aus… . Die Betonung liegt auf „meiner“, denn wie so oft führen viele Wege zum Ziel. Ich habe da einiges für mich ausprobiert und das ist meine Lieblingsmethode. Fadenhaltung: Ich halte beide Fäden in der linken Hand und führe einen über den Zeigefinger (also ganz normal) und den zweiten über den Mittelfinger. Bei mir liegen beide in der gleichen Richtung und werden nicht um den Finger gewickelt. Meine „Fadenbremse“ sind der kleine Finger und die linke Stricknadel. Solange mit beiden Farben ähnlich viele Maschen gestrickt werden, kann ich damit die Spannung gut dosieren. Sobald eine Farbe sehr dominant ist, funktioniert das nicht mehr so gut. Ich muss dann häufig neu sortieren und stricke entsprechend langsamer.  Das Strickbild wird gleichmäßiger, wenn immer der gleiche Faden oben liegt. Im Bild oben holt die Nadel den blauen Faden immer über den roten hinweg und den roten unter dem blauen hindurch. Bei einer einzelnen Masche spielt das keine große Rolle, vertauscht man die Fäden allerdings über ein längeres Stück, sieht das so aus, wie unten. Die Maschen erscheinen unterschiedlich groß und das Strickbild wird unruhiger.Fadenspannung: Da halte ich’s mit Elisabeth Zimmermann die in „Knitting without tears“ schrieb:“it can hardly be too loose“ und ziehe das Gestrick alle paar Maschen ordentlich in die Breite, dann werden die Socken wenigstens etwas elastisch. Bei Jacken lasse ich das Ziehen weg, da mir dort das dichte, gleichmäßige Strickbild wichtiger ist, als die Dehnbarkeit.Einweben: Eine zusätzliche Fadenkreuzung auf der Rückseite gibt es bei mir immer dann, wenn der Faden über mehr als drei Maschen freiliegt. Für mich ist am einfachsten, wenn der dominante Faden auf dem Mittelfinger liegt. So kann ich den übrigen im Strickprozess einweben. Meine Methode ist da nicht ganz regelkonform, weil durch das Verkreuzen im Strickfluss ab und zu mal eine Masche von der falschen Seite gestrickt wird. Das sind die ersten bunten Socken seit langem (überhaupt die ersten Socken nach über zwei Jahren) und jetzt habe ich Lust auf weitere bunte Kleinteile.

Creadienstag

Ohio Star

Der letzte der 12 Blöcke (die dann doch dreizehn waren) ist ein Ohio Star. Das ist auch so ein Klassiker, den ich schon lange mal nähen wollte. Meine Sammlung ist also komplett. Die Blöcke müssen noch auf das fertige Endmaß getrimmt werden und ein paar der Verschnittreste werde ich zu weiteren kleinen Blöcken vernähen, bevor ich den Quilt zusammensetze. Einen passenden Hintergrundstoff habe ich inzwischen auch, schön hell mit weißen Tupfen. Es bleibt also ein leiser Quilt.

Creadienstag